Dienstag, 26. Januar 2010

Kogelgrabenhöhle



Am 24.1.2010 zeitig in der Früh, machten sich Jasmina und ich auf den Weg nach Bad Ischl, wo wir unsere Freunde Schoissingeyer Brigitte und Kallinger Sigfried auf dem Parkplatz der Rettenbachmühle trafen. Sigi und Gitti sind frischgebackene "full cave diver" und natürlich auch schon Mitglied beim Linzer Höhlenverein ;-)Ziel unserer heutigen Tour war die Kogelgrabenhöhle, in der wir Fotos für einen Bericht machten und natürlich auch einen entspannten Trainingstauchgang. Der Wasserstand war zu meiner Überraschung extrem weit abgesunken, sodass er unterhalb der Engstelle war und wir genügend Platz hatten, um Ausrüstung und natürlich uns startklar zu machen. Die beiden nahmen Doppel 7 Liter Rückengeräte und jeweils eine 80 cft Alustage, was ausreicht um die ersten 311 Meter des ersten Siphons sicher zu durchtauchen. Ich tauchte mit meinem KISS Classic Rebreather und eine 10 Liter Alu Flasche, welche lediglich für den Fall, dass mein Kreisel ausfallen sollte, dient.
Nach einer Stunde Schlepperei hatten wir unsere Ausrüstung vor dem Wasser liegen und machten uns bereit zum Abtauchen. Ich tauchte als Erster ab und wartete in 4 Metern Tiefe auf die zwei. Gegenseitig wurde der "Bubble Check" durchgeführt und schon gings ab in die Tiefe. Das Wasser war schön klar und wir hatten für österreichische Verhältnisse gute Sicht mit rund 5-8 Meter, was ich mittels der Markierungen an der Leine (Knoten alle 2,5 Meter) feststellen konnte.Ruhig tauchten wir durch die Gänge, bis wir nach 31 Minuten am Ende des ersten Siphons ankamen. Für mich ist es jedes Mal wieder ein tolles Erlebnis dort hinten aufzutauchen und ich denke den Beiden geht's genauso. Ich erinnere mich immer wieder zurück an das erste Mal , als ich erst vor ein paar Monaten hier hinten auftauchte und meine Fußabdrücke im rutschigen Lehm hinterlassen hab. Man kommt sich vor wie der erste Mann am Mond. Diesmal sind wir jedoch nicht aus dem Wasser gestiegen. Wir machten uns auf den Rückweg, damit Jasmina draußen nicht so lange auf uns warten musste. Die Sicht war natürlich nicht mehr ganz so schön als beim Reintauchen, aber immer noch gut. Ein toller Anblick war beim Karrenaufstieg der Schacht. Ich ganz oben, das Licht von Gitti konnte man schon im Lippenbauerngang 13 Meter tiefer erkennen und Sigi war mitten im Schacht beim Abstieg. Immer wieder machte Sigi Fotos, bis wir nach 60 Minuten beim Einstieg ankamen. Ein echt toller Tauchgang.Nach einer weiteren Stunde Schlepperei hatten wir all unsere Ausrüstung im Auto verstaut und machten uns auf die Heimreise.



Gut Luft, Glück TiefGerhard

Mittwoch, 20. Januar 2010


Freundschaftstauchgang

"Schwarze Lacke"

Mitte Dezember 2008, beim Frühschoppen in der Murbodenhütte nach dem Weihnachtstauchen der Austrian-Seals am Grundlsee, wurde die Idee mit dem Höhlentauchen geboren. Seit dem Tag hat sich alles verändert ;-)
Lothar wollte nur einmal im Wassermannloch in Eisenerz tauchen und das ist jetzt aus uns geworden. 2009, das Jahr der vielen Kurse!Von Full Cave in Mexiko zu Nitrox, Rescue, Trimix bis hin zum CCR, ein starkes, intensives und ereignisreiches Jahr ging vorüber. Aber unser Vorhaben, das Wassermannloch zu betauchen, konnten wir nicht verwirklichen und ich hatte auch nicht mehr damit gerechnet, bis auf einmal ein Brief mit der Genehmigung der Forstverwaltung Kaiserschield im Briefkasten lag. Am Donnerstag, als ich die Post aus dem Briefkasten nahm, bemerkte ich gleich das große weiße Kuvert. Nach dem Öffnen folgten Telefonate und der letzte Teil unserer Abmachung konnte starten.
Am Samstag, 16.1.2010, um 9.00 Uhr trafen wir uns dann alle beim Wassermannloch im Eisenerz. Lothar Haslinger, Brigitte Schoissingeyer, Kallinger Siegfried, Dr. Markus Schafheutle mit Gerhard Derler und ich standen nun alle bei -7°C vor dem klaren Wasser des Quelltopfs. Markus, der als Einziger schon öfters die Höhle betauchte, machte mit uns noch ein schnelles Briefing und schon gings los.Rasch montierten wir ein Seilgeländer und stellten eine Aluleiter für den Ausstieg ins Wasser. Markus und ich verwendeten für den Tauchgang unsere CCR-Kreisel. Gerhard hatte ein legendäres "medium RECY pSCR" und der Rest hatte Doppel-Geräte. Ich tauchte mit Markus als Erster voraus, um die Leine zu kontrollieren. Siegi und die Anderen kamen hinter uns nach und machten Video- und Fotoaufnahmen. Die Leine (ein 1,5mm gelb grüner Elektrikereinziehdraht) war in sehr schlechtem Zustand und an mehreren Stellen gerissen. Wir reparierten sie so gut es ging und tauchten nach einigen Minuten hinten im See auf. Die Sicht war eigentlich ganz okay, nur Sediment löste sich sehr viel von der Decke, was beim Rückweg die Sicht extrem verschlechtert hat.Für mich wars der erste Höhlentauchgang mit meinem CCR und alles in allem ein recht entspannter Tauchgang ohne DCS und sonstige Vorfälle. Ich hoffe, wir machen 2010 noch mehr so nette Ausflüge.
LG
Gerhard
PS.: Eins hab ich jedoch daraus gelernt, mach dir im Rausch nie irgendwelche Aktivitäten aus ;-)

Sonntag, 20. Dezember 2009


Heuer ist Weihnachten früher!

mCCR Nr.412 hat ein neues zuhause ;-))

Mittwoch, 9. Dezember 2009


Höhlentauchen in der Koppenbrüllerhöhle Kat. Nr. 1549/1

Vor kurzem bekam ich eine Liste mit den längsten Siphons Österreichs und darauf standen 3 aus der Koppenbrüllerhöhle . Daraufhin wurde von mir erstmals recherchiert und Pläne von Erhard Fritsch angefordert. Als ich die Pläne betrachtete und die Berichte der Tauchgänge von 1968 bei denen J. Hasenmayer , A. Wunsch und Anfang der 90er M. Mayberg und B.Rinne tauchten, stand für mich fest, dass ich da auch einmal reinschauen sollte.Ich besorgte mir also die üblichen Genehmigungen und wartete auf einen passenden Zeitpunkt für die erste Aktion. Das Wochenende 4.12.-6.12. sollte es dann auch werden und ich suchte noch ein paar passende Leute, die bei dieser Aktion mitwirken wollen. Insgesamt waren wir 5 Taucher. Als Quartier hatten wir das Vereinsheim des Höhlenvereines Hallstatt Obertraun. Den mitgebrachten Kompressor und die Speicherflaschen konnten wir im Betriebsgebäude (Hütte Koppenrast) abstellen und betreiben. Am Freitag Nachmittag traf ich in Obertraun ein, wo bereits Lothar Haslinger (Taucher LVH-Linz) auf mich wartete. Wir bezogen unser Quartier und heizten einmal richtig ein, damit es die Anderen, wenn sie kommen, schon schön warm haben. Ich rief Höll Stephan (Betriebsleiter Schauhöhlen) an und sagte ihm, dass wir bereits vor Ort sind. Daraufhin zeigte er uns das Betriebsgebäude, das wir dann auch gleich zu einer Füllstation umfunktionierten. Wir mussten rund 350 kg Ausrüstung zum Höhleneingang bringen und sie dann noch mit Sackkarren am betonierten Führungsweg entlang, nach hinten zum Bocksee fahren. Was das für eine Erleichterung war mit Sackkarren auf Betoniertem weg, brauch ich nicht zu sagen. Wir bereiteten unsere Ausrüstung für den ersten Tauchgang im Krakensiphon vor, bei dem meine Freundin Grabner Jasmina (Taucherin LVH-Linz) und Kallinger Siegfried mit seiner Unterwasser-Filmkamera mit dabei war. Als erster durfte ich in den geräumigen Siphon eintauchen und legte die Leine. Eine 5 Meter breite und 2 Meter hohe Spalte führte uns schnell auf 18 Meter Tiefe. Das Wasser hat einen leicht grünlichen Stich und ist sehr klar. Feines Sediment ist an den Höhlenwänden, das sich durch die aufsteigenden Luftblasen löst und wie ein Schleier von der Decke fällt. Teile der alten Leine sind im gesamten Siphon noch zu finden und somit ist auch der Weg in die Froschkluft schnell gefunden. Die steil ansteigende Gang, die aufsteigenden Luftblasen und das Sediment machen in diesem Bereich die Sicht sehr schnell schlecht.Nach 12 Minuten tauchten wir in der Froschkluft auf. Ich kappte die Leine und befestigte sie an einer Sanduhr. Wir tauchten wieder ab auf der Suche nach dem Weg zum Schaumsee. Eine Felsnase an der einige Meter alter Leine mit mehreren Line Arrows befestigt war wies uns den Weiterweg Richtung zweiter Auftauchstelle.Nach nur wenigen Minuten tauchten wir im Schaumsee auf und es war wirklich Schaum an der Oberfläche. Eine 3 Meter hohe Kletterstelle, über die sich ein Wasserfall ergoss, war der Weiterweg. Ich zog meine Flossen aus, legte die Stageflasche ab und kletterte mit der Doppel 12 die "Keuchkehre" empor. Der Fels war sehr griffig und es stellte keinerlei Schwierigkeit dar, die steile Wand zu bezwingen. Ich schnitt wiederum die Leine und befestigte sie an einer Felsnase.Nach 10 weiteren Tauchminuten erreichten wir wieder den Bocksee und beendeten unseren ersten Tauchgang. Den zweiten Tauchgang an diesem Tag machten wir nach 1,5 Stunden Pause und der führte uns in den "Schneckengang", wo eine offene Fortsetzung auf die Erforschung wartet. Getaucht bin ich wieder mit Siegfried. Nach 7 Minuten erreichten wir den abzweigenden Gang, der 1,5 Meter unter der Wasseroberfläche des Schaumsees wegführt. Wieder war jede Menge an alter Leine in dem kleinräumigen Gang zu sehen. Der Gang misst etwa 2 Meter im Durchmesser. Es ist sehr viel Sediment an den Wänden, was wiederum die Sicht sehr schnell zunichte macht.Das Fragezeichen, was wir bearbeiten wollten, ist eine nur 0,7 Meter hohe und 4 Meter breite Spalte die mit 45° steil nach oben führt. Es gelingt uns, an dieser Stelle die Wasseroberfläche zu erreichen und wir blicken in einen 1,5 Meter hohen und rund 8 Meter langen 2-3 Meter breiten Raum. Da die Sicht schon beim Aufstieg gleich null war, entschloss ich mich, die Leine wieder zu entfernen und wir begaben uns auf den Rückweg. Lothar und Markus Schaffheutle (Leiter Tauchergruppe Steir. Landesverband) wollten eine ¼ stunde nach uns abtauchen und zum 2: Siphon schauen. Beim bereitmachen passierte jedoch Lothar ein Missgeschick, seine Halsmanschette vom Trockentauchanzug ist gerissen und er konnte nicht tauchen.Markus tauchte dann alleine ab. Ich brachte Siegfried zurück zur Leine, die zur Wasseroberfläche des Bocksees führt und folgte Markus zum Schaumsee. Leider sollte es auch nicht sein Tag sein, er hatte Probleme mit seinen Ohren und wir kehrten zurück zum Einstieg. Wir brachten die leeren Flaschen wieder runter zur Füllstation um sie gleich für nächsten Tag zu füllen. Am 2 Tag wollte ich mit Markus den 2 Siphon (Schräger Otto) betauchen und die Messerklamm befahren bis zum 3 Siphon. Wir machten unsere Ausrüstung bereit und tauchten ab. Lothar begleitete uns bis zum Schaumsee und wartete dort auf uns, bis wir wieder zurückkamen. Markus und ich kletterten über die schräge Rampe hoch und quälten uns rüber zum 2 Siphon. Die alte Leine führte die ersten paar Meter in den Siphon, bis sie dann zerrissen am Boden lag. Ich durfte wieder den Weg suchen und legte die neue Leine in den uns unbekannten Spalt. Mir wurde schnell klar, warum der "Schräger Otto" heißt. Die schmale Spalte führt ein gutes Stück lang sehr steil nach unten bis sich in 24 Meter Tiefe der Gang weitet und es geräumig weiter geht. Der tiefste Punkt ist in 30 Meter Tiefe, von da an führt uns ein Schacht fast Senkrecht nach oben zum "Traunsee". Ich stieg aus dem Wasser und legte mein Tauchgerät ab um die Messerklamm bis zum 3 Siphon zu erkunden und zu vermessen. Markus wartete derweilen auf mich im Traunsee. Der Weg ist mühsam zwischen die engen Spalten durch, jedoch kann man ein paar Mal bequem in schmalen Seen entlang schwimmen. Mittels der Taucherleine hab ich die Strecke vermessen. Markus nahm die Daten der Leine im Schrägen Otto. Beim Auftauchen sagte er mir, dass der Atemkalk in seinem Kreislaufgerät am Ende wäre und er nach draußen muss. Ich vermesse also die restliche Strecke bis Froschkluft und Bocksee mit Lothar. Knapp 3 Stunden waren wir unterwegs seit dem ersten Abtauchen.Wir packten unsere gesamte Ausrüstung zusammen und schafften sie zum Ausgang.Mit Hilfe von Scheibtruhen und Sackkarren schafften wir unsere Ausrüstung wieder zum Auto.
Bei 3 Tauchgängen konnten wir insgesamt 416 Meter Tauch- und Trockenwege ab dem Bocksee vermessen.
An dieser Stelle möchte wir den Österreichischen Bundesforsten und der Dachstein & Eishöhlen GmbH & Co KG für die Genehmigungen und nochmals ganz besonders Stephan Höll für seine Hilfsbereitschaft danken!

Glück Tief und Gut Luft,
Wimmer Gerhard

Freitag, 30. Oktober 2009

Bergwerktauchen und Höhle

Zu Besuch bei unseren deutschen Freunden
Am Freitag, den 23.10.2009 um 14.30 Uhr, machten sich Jasmina und ich auf den Weg Richtung Deutschland. Ziel war die Stadt Hagen, wo Lukas und Michaela Pflug wohnen, die so nett sind, uns für ein paar Tage in ihrem Heim aufzunehmen. Nach ein paar Stunden Autofahrt und etlichen Kilometern Stau kamen wir um 22.00 Uhr bei den Beiden an.Am nächsten Tag war ein Besuch in der Atta-höhle angesagt.Nach einem tollen Frühstück mit frischgebackenen Brötchen machten wir uns auf den Weg nach Atterdorn, wo sich die Attahöhle befindet. Ein großer Parkplatz befindet sich unmittelbar bei der Höhle.Entdeckt wurde die Atta-Höhle durch einen Zufall. Steinbrucharbeiter entdeckten am 19. Juli 1907 bei Sprengungen die Höhle. Benannt nach der Fürstin Atta, die der Hansestadt Attendorn ihren Namen gab. Die Gesamtlänge der Atta-Höhle misst 6.670 Meter, von denen etwa 1.800 Meter für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Die Besichtigung der gesamten Höhle ist leider nicht möglich. Eine Führung durch die Höhle dauert etwa 40 Minuten. Dabei beträgt die Temperatur in der Atta-Höhle konstant 9°C. Ich hatte mir ehrlich gesagt nicht gedacht, dass die Höhle so schön sei und war wirklich begeistert von ihrem bezaubernden Tropfsteinschmuck. Leider war das Fotografieren in ihr nicht gestattet, darum hab ich leider nicht so viele Bilder machen können ;-))
Im Anschluss fuhren wir noch nach Köln, wo wir nach einer weiteren Stunde Fahrt und einer Stunde Stau ankamen. Wir besichtigten den Kölner Dom, gingen durch die Einkaufsstraße und machten noch einen Abstecher in den Globetrotter- Shop. Der Shop hat rund 7500 m² und ist 5 Stockig. Ein eigenes 4 Meter Tiefes Schwimmbecken zum Probieren der Tauchausrüstung gibt's da auch!
Der zweite und letzte Tag war fürs Tauchen geplant. Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg nach Messinghausen. Oliver Hecht hat da bei einem aufgelassenen Steinbruch, in dem wir dann später unseren zweiten Tauchgang machten, seine Tauchbasis. Von ihm bekamen wir den Schlüssel für das in ca. 20 km entfernte aufgelassenes Bergwerk, in der Ortschaft Willingen.Schiefer wurde darin bis vor einigen Jahren abgebaut. Nachdem es aufgelassen worden war, wurden die Pumpen abgedreht und die Grube "Christine" flutete sich. Jetzt ist es der perfekte Ort fürs Höhlentauchen!Klares Wasser mit bis zu 60 Meter Sicht, Gummistiefel, Schienen und Werkzeug liegt alles noch immer an seinem Platz, wo es die Arbeiter damals zurückgelassen hatten. Vor uns waren noch 4 Holländer, die auch darin tauchten. Für Jasmina war's der erste unterirdische Tauchgang seit Mexiko und das erste Mal mit Doppel 12 bei uns, also musste ich vorne tauchen und führte den Tauchgang. Als Atemgas hatte ich uns zuhause noch ein EAN 36 gemischt, damit wir nicht unnötig in die Deko kommen. Lukas konnte, da er Probleme mit seinem Knie hatte, leider nicht mittauchen, aber er sagte uns den Weg, den wir nehmen sollten. Wir tauchten der Leine entlang den "Bremsberg" runter, bis wir in 24 Meter Tiefe auf die erste Sohle kamen. Unten angekommen tauchten wir am ersten "T" links und folgten dem Gangverlauf immer der Leine entlang. Die Sicht war wirklich sehr gut, es liegt jede Menge an Gerümpel herum und immer wieder gehen auf der linken Seite schmale Stufen nach oben. Das Wasser hat nur 8°C, was Jasmina dazu bewegte, nach 28 Minuten den Rückweg anzutreten. Ich schwamm nun hinterher und filmte mit meiner kleinen Kamera den Weg nach draußen. Nach einer knappen Stunde erreichten wir wieder den Einstiegspunkt im Bremsberg, wo Lukas schon auf uns wartete. Nach einer Stunde Aufwärmen im Gasthaus, ging's dann wieder rüber in den Steinbruch zum 2. Tauchgang. Wir ließen unsere Doppel 12 mit Luft auffüllen und bekamen ein EAN 28, was für den 43 Meter tiefen See perfekt passte. Der rund 300 Meter weite steile Weg nach unten zum See stellte auch für Jasmina kein wirkliches Problem dar. Wir tauchten also in diesem glasklaren Wasser ab. Von oben sah man schon den Grund in gut 40 Meter Tiefe!! Was für eine Sicht!! Vereinzelt sah man sogar Fische, zwischen den Unmengen an Tekis. Nach wieder einer knappen Stunde siegen wir aus dem See. Alles in allem ein echt genialer Tauchplatz und die Sicht erinnert an den Gosausee.Großes Lob an Jasmina, sie hat sogar die Flaschen wieder den anstrengenden steilen Weg hoch getragen! Super Leistung!Weiters möchten wir uns nochmals bei Michaela und Lukas für das tolle Wochenende bei und mit ihnen herzlich bedanken (natürlich auch bei Fritz und Paulchen ;-))Der Heimweg verlief überraschend gut, die 650 km schafften wir in genau 5 Stunden und kamen um 21.20 Uhr zu Hause an.

Montag, 26. Oktober 2009

Schiefergrube Christine in Willingen. Bericht wird folgen!

Dienstag, 6. Oktober 2009






Wanderung Schöffau – Alm, Schöffauloch 4.10.2009

Jemand hatte mir erzählt, das sich am Beginn des Schöffaubachs eine Höhle befinde, in der ein See ist und bei Hochwasser das Wasser aus dem Eingang schießt.
Jedoch sagte mir der Mann auch, dass der Eingang nicht mehr zugänglich sei und man die Höhle schon lange nicht mehr betreten kann.
Natürlich musste ich der Sache nachgehen und kontaktierte gleich Erhard Fritsch, der glaub ich alle Höhlen im Kataster kennt. Sofort wusste er von was ich redete und erzählte mir, dass er sogar schon einmal mit dem Schlauchboot darin umhergefahren sei. Das muss ich mir ansehen, dachte ich mir und fuhr mit Jasmina zu einem Sonntagsausflug mit Höhlensuche.
Der Zustieg erfolgt vom Parkplatz „Gasthaus zur Wacht“ in Aigen-Voglhub bei Strobl am Wolfgangsee, über eine Forststraße entlang der Bachs, in einer Stunde hoch zur Alm. Auf der Alm angekommen sahen wir, dass eine mächtige Lawine direkt entlang des Bachs herunter gekommen war. Die Bäume waren zwar alle schon entfernt worden, jedoch lagen noch immer Unmengen an Äste und gesplittertes Holz auf der Fläche.
Wir mussten also über den ganzen Mist Klettern um den Bachlauf weiter zu verfolgen. Eine weitere Stunde verging, bis wir eine kleine Felswand zu Gesicht bekamen und ich mir schon dachte, dass der Eingang, wenn es ihn noch gibt, nur dort sein kann. Weitere 5 Minuten vergingen und wir standen tatsächlich vor einem Höhleneingang.
Es lagen lediglich ein paar Wurzelstöcke davor und der Eingang war frei zugänglich.
Wir nahmen unsere Lampen und stiegen in den Eingang.
Nur wenige Meter und wir standen vor dem See, über dem deutlich eine Bewetterung zu spüren war.
Das klare Wasser und der Höhlenwind sind viel versprechend und ich werde wohl mit Neopren nochmals kommen müssen.
Wir nahmen die Eingangs Koordinaten mittels GPS auf und begannen mit dem Abstieg.
Für den Abtransport der riesigen Menge an Holz wurde eine Straße gebaut, die bis auf ca. 150 Meter an die Höhle herangeht, was für einen eventuellen Tauchgang von Vorteil wäre.

Glück Tief
Gerhard