Sonntag, 20. Dezember 2009


Heuer ist Weihnachten früher!

mCCR Nr.412 hat ein neues zuhause ;-))

Mittwoch, 9. Dezember 2009


Höhlentauchen in der Koppenbrüllerhöhle Kat. Nr. 1549/1

Vor kurzem bekam ich eine Liste mit den längsten Siphons Österreichs und darauf standen 3 aus der Koppenbrüllerhöhle . Daraufhin wurde von mir erstmals recherchiert und Pläne von Erhard Fritsch angefordert. Als ich die Pläne betrachtete und die Berichte der Tauchgänge von 1968 bei denen J. Hasenmayer , A. Wunsch und Anfang der 90er M. Mayberg und B.Rinne tauchten, stand für mich fest, dass ich da auch einmal reinschauen sollte.Ich besorgte mir also die üblichen Genehmigungen und wartete auf einen passenden Zeitpunkt für die erste Aktion. Das Wochenende 4.12.-6.12. sollte es dann auch werden und ich suchte noch ein paar passende Leute, die bei dieser Aktion mitwirken wollen. Insgesamt waren wir 5 Taucher. Als Quartier hatten wir das Vereinsheim des Höhlenvereines Hallstatt Obertraun. Den mitgebrachten Kompressor und die Speicherflaschen konnten wir im Betriebsgebäude (Hütte Koppenrast) abstellen und betreiben. Am Freitag Nachmittag traf ich in Obertraun ein, wo bereits Lothar Haslinger (Taucher LVH-Linz) auf mich wartete. Wir bezogen unser Quartier und heizten einmal richtig ein, damit es die Anderen, wenn sie kommen, schon schön warm haben. Ich rief Höll Stephan (Betriebsleiter Schauhöhlen) an und sagte ihm, dass wir bereits vor Ort sind. Daraufhin zeigte er uns das Betriebsgebäude, das wir dann auch gleich zu einer Füllstation umfunktionierten. Wir mussten rund 350 kg Ausrüstung zum Höhleneingang bringen und sie dann noch mit Sackkarren am betonierten Führungsweg entlang, nach hinten zum Bocksee fahren. Was das für eine Erleichterung war mit Sackkarren auf Betoniertem weg, brauch ich nicht zu sagen. Wir bereiteten unsere Ausrüstung für den ersten Tauchgang im Krakensiphon vor, bei dem meine Freundin Grabner Jasmina (Taucherin LVH-Linz) und Kallinger Siegfried mit seiner Unterwasser-Filmkamera mit dabei war. Als erster durfte ich in den geräumigen Siphon eintauchen und legte die Leine. Eine 5 Meter breite und 2 Meter hohe Spalte führte uns schnell auf 18 Meter Tiefe. Das Wasser hat einen leicht grünlichen Stich und ist sehr klar. Feines Sediment ist an den Höhlenwänden, das sich durch die aufsteigenden Luftblasen löst und wie ein Schleier von der Decke fällt. Teile der alten Leine sind im gesamten Siphon noch zu finden und somit ist auch der Weg in die Froschkluft schnell gefunden. Die steil ansteigende Gang, die aufsteigenden Luftblasen und das Sediment machen in diesem Bereich die Sicht sehr schnell schlecht.Nach 12 Minuten tauchten wir in der Froschkluft auf. Ich kappte die Leine und befestigte sie an einer Sanduhr. Wir tauchten wieder ab auf der Suche nach dem Weg zum Schaumsee. Eine Felsnase an der einige Meter alter Leine mit mehreren Line Arrows befestigt war wies uns den Weiterweg Richtung zweiter Auftauchstelle.Nach nur wenigen Minuten tauchten wir im Schaumsee auf und es war wirklich Schaum an der Oberfläche. Eine 3 Meter hohe Kletterstelle, über die sich ein Wasserfall ergoss, war der Weiterweg. Ich zog meine Flossen aus, legte die Stageflasche ab und kletterte mit der Doppel 12 die "Keuchkehre" empor. Der Fels war sehr griffig und es stellte keinerlei Schwierigkeit dar, die steile Wand zu bezwingen. Ich schnitt wiederum die Leine und befestigte sie an einer Felsnase.Nach 10 weiteren Tauchminuten erreichten wir wieder den Bocksee und beendeten unseren ersten Tauchgang. Den zweiten Tauchgang an diesem Tag machten wir nach 1,5 Stunden Pause und der führte uns in den "Schneckengang", wo eine offene Fortsetzung auf die Erforschung wartet. Getaucht bin ich wieder mit Siegfried. Nach 7 Minuten erreichten wir den abzweigenden Gang, der 1,5 Meter unter der Wasseroberfläche des Schaumsees wegführt. Wieder war jede Menge an alter Leine in dem kleinräumigen Gang zu sehen. Der Gang misst etwa 2 Meter im Durchmesser. Es ist sehr viel Sediment an den Wänden, was wiederum die Sicht sehr schnell zunichte macht.Das Fragezeichen, was wir bearbeiten wollten, ist eine nur 0,7 Meter hohe und 4 Meter breite Spalte die mit 45° steil nach oben führt. Es gelingt uns, an dieser Stelle die Wasseroberfläche zu erreichen und wir blicken in einen 1,5 Meter hohen und rund 8 Meter langen 2-3 Meter breiten Raum. Da die Sicht schon beim Aufstieg gleich null war, entschloss ich mich, die Leine wieder zu entfernen und wir begaben uns auf den Rückweg. Lothar und Markus Schaffheutle (Leiter Tauchergruppe Steir. Landesverband) wollten eine ¼ stunde nach uns abtauchen und zum 2: Siphon schauen. Beim bereitmachen passierte jedoch Lothar ein Missgeschick, seine Halsmanschette vom Trockentauchanzug ist gerissen und er konnte nicht tauchen.Markus tauchte dann alleine ab. Ich brachte Siegfried zurück zur Leine, die zur Wasseroberfläche des Bocksees führt und folgte Markus zum Schaumsee. Leider sollte es auch nicht sein Tag sein, er hatte Probleme mit seinen Ohren und wir kehrten zurück zum Einstieg. Wir brachten die leeren Flaschen wieder runter zur Füllstation um sie gleich für nächsten Tag zu füllen. Am 2 Tag wollte ich mit Markus den 2 Siphon (Schräger Otto) betauchen und die Messerklamm befahren bis zum 3 Siphon. Wir machten unsere Ausrüstung bereit und tauchten ab. Lothar begleitete uns bis zum Schaumsee und wartete dort auf uns, bis wir wieder zurückkamen. Markus und ich kletterten über die schräge Rampe hoch und quälten uns rüber zum 2 Siphon. Die alte Leine führte die ersten paar Meter in den Siphon, bis sie dann zerrissen am Boden lag. Ich durfte wieder den Weg suchen und legte die neue Leine in den uns unbekannten Spalt. Mir wurde schnell klar, warum der "Schräger Otto" heißt. Die schmale Spalte führt ein gutes Stück lang sehr steil nach unten bis sich in 24 Meter Tiefe der Gang weitet und es geräumig weiter geht. Der tiefste Punkt ist in 30 Meter Tiefe, von da an führt uns ein Schacht fast Senkrecht nach oben zum "Traunsee". Ich stieg aus dem Wasser und legte mein Tauchgerät ab um die Messerklamm bis zum 3 Siphon zu erkunden und zu vermessen. Markus wartete derweilen auf mich im Traunsee. Der Weg ist mühsam zwischen die engen Spalten durch, jedoch kann man ein paar Mal bequem in schmalen Seen entlang schwimmen. Mittels der Taucherleine hab ich die Strecke vermessen. Markus nahm die Daten der Leine im Schrägen Otto. Beim Auftauchen sagte er mir, dass der Atemkalk in seinem Kreislaufgerät am Ende wäre und er nach draußen muss. Ich vermesse also die restliche Strecke bis Froschkluft und Bocksee mit Lothar. Knapp 3 Stunden waren wir unterwegs seit dem ersten Abtauchen.Wir packten unsere gesamte Ausrüstung zusammen und schafften sie zum Ausgang.Mit Hilfe von Scheibtruhen und Sackkarren schafften wir unsere Ausrüstung wieder zum Auto.
Bei 3 Tauchgängen konnten wir insgesamt 416 Meter Tauch- und Trockenwege ab dem Bocksee vermessen.
An dieser Stelle möchte wir den Österreichischen Bundesforsten und der Dachstein & Eishöhlen GmbH & Co KG für die Genehmigungen und nochmals ganz besonders Stephan Höll für seine Hilfsbereitschaft danken!

Glück Tief und Gut Luft,
Wimmer Gerhard

Freitag, 30. Oktober 2009

Bergwerktauchen und Höhle

Zu Besuch bei unseren deutschen Freunden
Am Freitag, den 23.10.2009 um 14.30 Uhr, machten sich Jasmina und ich auf den Weg Richtung Deutschland. Ziel war die Stadt Hagen, wo Lukas und Michaela Pflug wohnen, die so nett sind, uns für ein paar Tage in ihrem Heim aufzunehmen. Nach ein paar Stunden Autofahrt und etlichen Kilometern Stau kamen wir um 22.00 Uhr bei den Beiden an.Am nächsten Tag war ein Besuch in der Atta-höhle angesagt.Nach einem tollen Frühstück mit frischgebackenen Brötchen machten wir uns auf den Weg nach Atterdorn, wo sich die Attahöhle befindet. Ein großer Parkplatz befindet sich unmittelbar bei der Höhle.Entdeckt wurde die Atta-Höhle durch einen Zufall. Steinbrucharbeiter entdeckten am 19. Juli 1907 bei Sprengungen die Höhle. Benannt nach der Fürstin Atta, die der Hansestadt Attendorn ihren Namen gab. Die Gesamtlänge der Atta-Höhle misst 6.670 Meter, von denen etwa 1.800 Meter für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Die Besichtigung der gesamten Höhle ist leider nicht möglich. Eine Führung durch die Höhle dauert etwa 40 Minuten. Dabei beträgt die Temperatur in der Atta-Höhle konstant 9°C. Ich hatte mir ehrlich gesagt nicht gedacht, dass die Höhle so schön sei und war wirklich begeistert von ihrem bezaubernden Tropfsteinschmuck. Leider war das Fotografieren in ihr nicht gestattet, darum hab ich leider nicht so viele Bilder machen können ;-))
Im Anschluss fuhren wir noch nach Köln, wo wir nach einer weiteren Stunde Fahrt und einer Stunde Stau ankamen. Wir besichtigten den Kölner Dom, gingen durch die Einkaufsstraße und machten noch einen Abstecher in den Globetrotter- Shop. Der Shop hat rund 7500 m² und ist 5 Stockig. Ein eigenes 4 Meter Tiefes Schwimmbecken zum Probieren der Tauchausrüstung gibt's da auch!
Der zweite und letzte Tag war fürs Tauchen geplant. Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg nach Messinghausen. Oliver Hecht hat da bei einem aufgelassenen Steinbruch, in dem wir dann später unseren zweiten Tauchgang machten, seine Tauchbasis. Von ihm bekamen wir den Schlüssel für das in ca. 20 km entfernte aufgelassenes Bergwerk, in der Ortschaft Willingen.Schiefer wurde darin bis vor einigen Jahren abgebaut. Nachdem es aufgelassen worden war, wurden die Pumpen abgedreht und die Grube "Christine" flutete sich. Jetzt ist es der perfekte Ort fürs Höhlentauchen!Klares Wasser mit bis zu 60 Meter Sicht, Gummistiefel, Schienen und Werkzeug liegt alles noch immer an seinem Platz, wo es die Arbeiter damals zurückgelassen hatten. Vor uns waren noch 4 Holländer, die auch darin tauchten. Für Jasmina war's der erste unterirdische Tauchgang seit Mexiko und das erste Mal mit Doppel 12 bei uns, also musste ich vorne tauchen und führte den Tauchgang. Als Atemgas hatte ich uns zuhause noch ein EAN 36 gemischt, damit wir nicht unnötig in die Deko kommen. Lukas konnte, da er Probleme mit seinem Knie hatte, leider nicht mittauchen, aber er sagte uns den Weg, den wir nehmen sollten. Wir tauchten der Leine entlang den "Bremsberg" runter, bis wir in 24 Meter Tiefe auf die erste Sohle kamen. Unten angekommen tauchten wir am ersten "T" links und folgten dem Gangverlauf immer der Leine entlang. Die Sicht war wirklich sehr gut, es liegt jede Menge an Gerümpel herum und immer wieder gehen auf der linken Seite schmale Stufen nach oben. Das Wasser hat nur 8°C, was Jasmina dazu bewegte, nach 28 Minuten den Rückweg anzutreten. Ich schwamm nun hinterher und filmte mit meiner kleinen Kamera den Weg nach draußen. Nach einer knappen Stunde erreichten wir wieder den Einstiegspunkt im Bremsberg, wo Lukas schon auf uns wartete. Nach einer Stunde Aufwärmen im Gasthaus, ging's dann wieder rüber in den Steinbruch zum 2. Tauchgang. Wir ließen unsere Doppel 12 mit Luft auffüllen und bekamen ein EAN 28, was für den 43 Meter tiefen See perfekt passte. Der rund 300 Meter weite steile Weg nach unten zum See stellte auch für Jasmina kein wirkliches Problem dar. Wir tauchten also in diesem glasklaren Wasser ab. Von oben sah man schon den Grund in gut 40 Meter Tiefe!! Was für eine Sicht!! Vereinzelt sah man sogar Fische, zwischen den Unmengen an Tekis. Nach wieder einer knappen Stunde siegen wir aus dem See. Alles in allem ein echt genialer Tauchplatz und die Sicht erinnert an den Gosausee.Großes Lob an Jasmina, sie hat sogar die Flaschen wieder den anstrengenden steilen Weg hoch getragen! Super Leistung!Weiters möchten wir uns nochmals bei Michaela und Lukas für das tolle Wochenende bei und mit ihnen herzlich bedanken (natürlich auch bei Fritz und Paulchen ;-))Der Heimweg verlief überraschend gut, die 650 km schafften wir in genau 5 Stunden und kamen um 21.20 Uhr zu Hause an.

Montag, 26. Oktober 2009

Schiefergrube Christine in Willingen. Bericht wird folgen!

Dienstag, 6. Oktober 2009






Wanderung Schöffau – Alm, Schöffauloch 4.10.2009

Jemand hatte mir erzählt, das sich am Beginn des Schöffaubachs eine Höhle befinde, in der ein See ist und bei Hochwasser das Wasser aus dem Eingang schießt.
Jedoch sagte mir der Mann auch, dass der Eingang nicht mehr zugänglich sei und man die Höhle schon lange nicht mehr betreten kann.
Natürlich musste ich der Sache nachgehen und kontaktierte gleich Erhard Fritsch, der glaub ich alle Höhlen im Kataster kennt. Sofort wusste er von was ich redete und erzählte mir, dass er sogar schon einmal mit dem Schlauchboot darin umhergefahren sei. Das muss ich mir ansehen, dachte ich mir und fuhr mit Jasmina zu einem Sonntagsausflug mit Höhlensuche.
Der Zustieg erfolgt vom Parkplatz „Gasthaus zur Wacht“ in Aigen-Voglhub bei Strobl am Wolfgangsee, über eine Forststraße entlang der Bachs, in einer Stunde hoch zur Alm. Auf der Alm angekommen sahen wir, dass eine mächtige Lawine direkt entlang des Bachs herunter gekommen war. Die Bäume waren zwar alle schon entfernt worden, jedoch lagen noch immer Unmengen an Äste und gesplittertes Holz auf der Fläche.
Wir mussten also über den ganzen Mist Klettern um den Bachlauf weiter zu verfolgen. Eine weitere Stunde verging, bis wir eine kleine Felswand zu Gesicht bekamen und ich mir schon dachte, dass der Eingang, wenn es ihn noch gibt, nur dort sein kann. Weitere 5 Minuten vergingen und wir standen tatsächlich vor einem Höhleneingang.
Es lagen lediglich ein paar Wurzelstöcke davor und der Eingang war frei zugänglich.
Wir nahmen unsere Lampen und stiegen in den Eingang.
Nur wenige Meter und wir standen vor dem See, über dem deutlich eine Bewetterung zu spüren war.
Das klare Wasser und der Höhlenwind sind viel versprechend und ich werde wohl mit Neopren nochmals kommen müssen.
Wir nahmen die Eingangs Koordinaten mittels GPS auf und begannen mit dem Abstieg.
Für den Abtransport der riesigen Menge an Holz wurde eine Straße gebaut, die bis auf ca. 150 Meter an die Höhle herangeht, was für einen eventuellen Tauchgang von Vorteil wäre.

Glück Tief
Gerhard

Montag, 5. Oktober 2009

7. Forschungstauchgang in der Kogelgrabenhöhle

Schon eine Woche zuvor wollte ich diesen Tauchgang machen, jedoch bekam mein Kollege, mit dem ich tauchen wollte, gesundheitliche Probleme und wir mussten die Aktion abbrechen. Die Wetterverhältnisse wurden immer besser und es hatte schon zwei Wochen nicht mehr geregnet. Auch meine Flaschen waren schon alle mit Trimix und Nitrox für genau den Vorstoß gefüllt! Was soll ich machen, keiner will mitkommen ....... also gehe ich wieder alleine ;-)
Ich packte also meine Sachen und machte mich am Samstag den 3.10.2009 auf den Weg zur Höhle, wo ich mich mit Stieglbauer Hans und seiner Familie um 10.00 Uhr traf. Hans und seine Tochter halfen mit, die gut 120 kg schwere Ausrüstung, die ich für meinen Vorstoß brauchte, in die Höhle zu schaffen. Der Wasserstand war auf Tiefststand und ich hatte somit eine maximale Tiefe von 21 Meter zu erwarten.
Um 11.15 Uhr begann ich meinen Tauchgang durch den ersten Siphon mit Doppel 12 auf dem Rücken und 4 Stages, wobei ich drei auf meiner linken Seite einklippte und eine vor mir herschob als wäre sie ein Scooter. Die Engstelle stellte kein wirkliches Problem dar, nur das linke Ventil war nach Passieren dieser wieder bis auf Anschlag geschlossen. Nach 15 Minuten hatte ich den ersten Siphon durchtaucht und stand im „Rastplatz“, wo ein schöner 1,5 Meter breiter Bach mit ca. 30 Liter/ Sekunde den 5 Meter breiten Gang herunter kam. Ich legte alle meine Stages ab und ging den lehmigen Gang rüber zum 2. Siphon. Der Wasserstand war nur um 1 Meter tiefer als beim letzten Mal und dürfte auch nicht weiter abfallen.
Ich legte meine Ausrüstung ab und ging zurück um die 2 Stageflaschen mit meinen Dekogasen zu holen. Nach 30 Minuten Schlepperei tauchte ich ein in den 2. Siphon um die Fortsetzung, die wir beim letzten Mal in 38 Meter Tiefe nicht finden konnten, zu suchen.
Die Sicht war fantastisch und ich kam sehr schnell voran. Beim Hineintauchen hielt ich immer Ausschau nach möglichen Abzweigungen, ich fand auch eine in 10 Metern Tiefe, die Stelle markierte ich mit einem Pfeil und setzte meinen Weg in die Tiefe fort. Es war ein wahrer Genuss, im klaren bräunlichen Wasser schwerelos durch den großen Gang entlang der Leine in die Tiefe zu schweben. Nach 15 Minuten erreichte ich das Ende der Leine in 38 Meter Tiefe. Dank des Heliumanteils im Backgas hatte ich keine Anzeichen einer Stickstoffnarkose und ich konnte meine Arbeit ruhig und gewissenhaft machen. Ich band die Leine fest und suchte den 8-10 Meter breiten Gang nach dem Weiterweg ab, den ich dann auch hinter einem Felsvorhang fand.
Es war ein 5-6 Meter breiter, 1,5-2 Meter hoher mit ca. 50° Grad Neigung steil nach oben führender Gang. Schnell erreichte ich eine geringere Wassertiefe, nur wurde durch die aufsteigenden Luftblasen feines Sediment von der Decke gelöst, was eine totale 0-Sicht-Situation zur Folge hatte. Ich ließ mich wieder einige Meter nach unten zurück gleiten und versuchte einen erneuten Anlauf. Ganz an der rechten Wand entlang, neben dem herab fallenden feinen Sediment vorbei, stieg ich immer weiter auf, den Tauchcomputer im Blick, wie sich die Tiefe Meter für Meter verringerte, bis ich schließlich die Wasseroberfläche nach 25 Minuten Tauchzeit durchbrach und in einem 3 x 5 Meter großen Pool schwamm. Der Gang führt weiter mit gleicher Steilheit und Größe, trocken ca. 10 Meter weit nach oben, wo ich in ein großes, 8-10 Meter breites, kreisrundes Gangprofil sehen konnte. Das Wasser musste also von einer anderen Stelle kommen! Noch einmal blickte ich hoch und machte mich auf den Rückweg, wobei ich die Daten der einzelnen Befestigungspunkte aufschrieb.
Da ich noch genügend Luft hatte, entschloss ich mich, die Fortsetzung, welche ich beim Hineintauchen entdeckte, noch anzusehen. Wieder befestigte ich meine Leine am Pfeil und tauchte den steilen Gang nach oben, wo schon wieder das Sediment von der Decke kam und mir die Sicht nahm. Nach nur 15 Meter konnte ich in einem kleinen, 1 m² großen Raum auftauchen. Einen Weiterweg konnte ich nicht erkennen, es dürfte nur eine Luftglocke sein, die bei normalem Wasserstand nicht vorhanden ist. Ich hatte noch immer zwei Drittel an Atemluft in meiner Doppel 12, setzte meinen Weg weiter in Richtung Ausgang fort und bearbeitete das nächste Fragezeichen, das ich beim letzten Mal schon markiert hatte. Die Leine nochmals am Pfeil in 6 Meter Tiefe befestigt und auf Richtung Oberfläche. Eine weitere Luftglocke war da und wieder ohne Weiterweg. Auch diese ist bei normalem Wasserstand überflutet. Also weiter Richtung Ausgang! Ein paar Minuten weiter kam ich zu einer Stelle, an der ich nur 3 Meter Wassertiefe hatte, blickte nach oben und konnte eine Oberfläche erkennen.
Natürlich gleich noch einmal die Leine befestigt und auftauchen! Es war ein 0,5 Meter hoher und 5 Meter großer See, der auch nur aufgrund des tiefen Wasserstands da war.
Nach 70 Minuten tauchte ich im „Rastplatz“ auf. Noch einmal über den Landweg, bis ich wieder nach nur 11 Minuten Aufenthalt im Trockenen im 1. Siphon Richtung Ausgang abtauchte. Das Argon, das ich für die Isolation meines Trockentauchanzugs in einer 1,5 Liter Aluflasche mit hatte, war jetzt leer, was bedeutete, dass sich mein Gummianzug so richtig an mich drückte und ich nur noch ganz wenig Bewegungsfreiheit hatte. Nach dem Durchtauchen der Engstelle war mein linkes Ventil natürlich wieder bis auf Anschlag geschlossen und nach 20 Minuten war alles geschafft.
Es sind noch einige unerforschte Fortsetzungen offen und ich freu mich schon auf das nächste Mal.

Gut Luft, Glück Tief
Gerhard

Montag, 21. September 2009


5. und 6. Forschungstauchgang in der Kogelgrabenhöhle

Samstag, 19.9.2009:
Ein Wochenende zuvor wollten wir den Vorstoß machen, jedoch regnete es von Freitag auf Samstag so stark, dass der Wasserstand zu hoch war und auch die Sicht ein Tauchen nicht zuließ, also warteten wir ab, bis die Bedingungen besser wurden.
Die darauf folgende Woche beobachtete ich gespannt das Wetter, ob es bis zum Wochenende aushält? 4 Tage ohne Niederschlag und das Wasser ist 3 Meter tiefer, die Sicht unter Wasser sollte gut sein.
Ich füllte also meine 2 Stage Flaschen mit den vorher berechneten Gasen für den ersten Siphon, eine weitere Stage und die Doppel 12 für einen Vorstoß im 2 Siphon. 100% Sauerstoff nahm ich in einer 7 Liter Alu für die Deko im 2 Siphon mit. Um 10.00 Uhr stand ich dann gemeinsam mit Haslinger Lothar und Dorfner Petra vorm Eingang. Die Schlepperei war nach einer guten Stunde zu Ende und die Ausrüstung für zwei Taucher lag vor dem klaren, jedoch dunklen Wasser.
Wir stiegen wieder aus der Höhle und zogen unsere Trockenanzüge an. Kurz vor Mittag tauchten wir im 6,4 °C kalten Wasser ab und nach 31 Minuten kamen wir ans Ende des 1. Siphons. Ich klippte die ersten 2 Stages an die Leine und machte mich mit einer weiteren Stage auf dem schmierigen Landweg zum 2. Siphon. Lothar brachte mir die 7 Liter Alu mit O2 für die Deko, und schaute mir hinterher, wie ich im 2. Siphon abtauchte. Mein Ziel war das Ende der Leine, die wir am 28.8.2009 bis dorthin verlegten, zu pushen und den weiteren Verlauf des Gangs zu vermessen. Zügig schwamm ich der Leine entlang immer auf der Suche nach möglichen Abzweigungen, bis ich nach 9 Minuten das Ende der Leine in 24 Meter Tiefe erreichte. Ich nahm mein großes Reel, auf dem ich gut 200 Meter markierte Leine hatte, befestigte es am Ende und setzte meinen Weg ins Neuland fort.
Der Gang führt weiter in die Tiefe bei zunehmender Größe. Er erreicht nach wenigen Metern eine Breite von 8- 10 und eine Höhe von 3-4 Meter. Nach nur 2 Minuten hatte ich eine Tiefe von 30 Meter überschritten. Am Boden ist das erste Mal schlammiges Sediment, das ich beim Befestigen der Leine aufwühlte und somit die Sicht zerstörte. Es machte den Anschein, dass der Gang wieder anstieg, jedoch brach er gleich nach wenigen Metern wieder in die Tiefe ab. Nach insgesamt 15 Minuten Tauchzeit erreichte ich auf Grund des hohen Sauerstoffanteils in meinem Gemisch mein Tiefenlimit von 35 Meter. Ich schnitt die Leine und befestigte sie an einem großen Stein, der sich auf der rechten Gangseite befand, blickte nochmals ins schwarze Unbekannte und begann mit dem Rückweg. Gewissenhaft schrieb ich die Messdaten auf und schwamm konzentriert der Leine nach bis ich nach 37 Minuten wieder auftauchte. Lothar wartete inzwischen im trockenen Gang auf mich. Er erzählte mir, das ein Frontzip im Trocki super ist, da man beim Warten pinkeln kann, mir hat es schon fast die Blase zerrissen und musste noch eine halbe Stunde warten, bis wir wieder vorne auftauchten! Um 15 Uhr haben wir die Höhle verlassen und dann kam für mich die Erlösung ;-)).
Wir schafften die leeren Flaschen aus dem Loch, damit ich sie zum Füllen nach Weißenbach bringen konnte, wo Christoph Lechner schon auf mich wartete für den 2. Tauchgang. Lothar brachte, während ich die Flaschen füllte, seine restliche Ausrüstung aus der Höhle.

Um 16.30 Uhr kamen wir wieder zurück und begannen gleich mit dem Transport. Um ca. 17.30 Uhr tauchten wir wieder ab. Ich hatte 3 Stunden 40 Minuten Oberflächenpause. Christoph hatte zuerst Bedenken, ob er durch die Engstelle mit 3 zusätzlichen Stage Flaschen durchkommt, es war aber dann kein Problem und wir setzten unseren Weg fort. Die Sicht war leider schon sehr schlecht geworden. Christoph hatte auch noch die Kamera mitgenommen und versuchte, ein paar Bilder zu machen, die trotz der schlechten Sicht recht gut geworden sind. Wieder aus dem Wasser und nach 25 Minuten tauchten wir in den 2. Siphon. Nach 15 Minuten Tauchzeit hatten wir das Ende der Leine in 35 Meter Tiefe erreicht und ich befestigte nochmals mein Reel am Ende. Der Weiterweg war erst nicht so eindeutig, da sehr viel Sediment im Wasser aufgewirbelt war und ich gleich mal im Kreis schwamm. Ein paar Meter weiter befestigte ich die Leine nochmals an einem Block am Boden, es wurde jedoch dann die Sicht besser und ich fand wieder den Weg. Mit zunehmender Tiefe machte sich der Stickstoff in meinem Gemisch bemerkbar und plötzlich fiel meine Hauptlampe aus. Mit dem hatte ich nicht gerechnet, es war aber kein Problem. Ich nahm eine meiner Backup-Lampen und schwamm weiter vor zum letzten Befestigungspunkt, der sich in gut 38 Meter Tiefe befand. Ich schnitt die Leine, band sie an der Felsnase fest und machte einen meiner Marker daran. Blick ins Schwarze, der Gang dürfte sich weiter in die Tiefe fortsetzen, Daumen hoch und Rückzug! Nach 36 Minuten hatte ich in 3 Meter Tiefe noch 4 Minuten Deko und erreichte nach 41 Minuten die Oberfläche. Christoph wollte noch Bilder von der trockenen Passage machen, während ich mir das Fragezeichen am oberen Ende der Halle ansah. Ein schöner mit 3 Meter Durchmesser großer Gang führt zu einem Versturz aus großen Blöcken, ein weiterer abzweigender Gang führt steil nach unten parallel zum großen Hauptgang. Er dürfte in einen Siphon gehen. Nach 36 Minuten Aufenthalt tauchten wir zum letzten Mal ab und erreichten nach ein paar Bildern und 30 Minuten Tauchzeit um 20.45 Uhr die Oberfläche, wo Lothar und die beiden Mädels schon auf uns warteten, um uns beim Transport behilflich zu sein.
Bei der Auswertung meiner Tauchcomputer stellte ich fest, dass der 2. Siphon nur 5,2°C warm ist, also um 1,2°C kälter als der erste?
Eins steht jetzt schon für uns fest, die Höhle geht groß weiter und wir kommen mit Trimix wieder!!

Gut Luft, glück Tief
Gerhard

Montag, 31. August 2009

4. Forschungstauchgang in der Kogelgrabenhöhle

Am Freitag, den 28.8.2009, machte ich mich nach der Arbeit auf den Weg Richtung Weißenbach am Attersee, wo ich mich mit Christoph Lechner bei seiner Füllanlage traf, um die Luft für unseren gemeinsamen Tauchgang zu füllen.

Um 19.00 Uhr standen wir dann gemeinsam mit Clemens, der uns wieder half, beim Flaschentransport vor dem Eingang.
Zum Schutz der Flaschen kam wieder der bewährte Fleckerlteppich zum Einsatz, den ich durch den engen Eingang legte.
Nach einer Stunde lag dann alles zum Tauchen vor und im Siphon, und wir brauchten nur noch unsere Trockis anzuziehen und abzutauchen.
Wir tauchten diesmal mit Doppel 12 die wir für den 2. Siphon nützten, 2 mal 80 cft Alu Stage aus denen wir zur Durchtauchung des ersten Siphons atmeten.

Nach dem Abtauchen kontrollierte ich die Ausrüstung und tauchte vor bis zur Engstelle, die ich relativ einfach passierte, da ich sie ja schon gut kannte.
Ich kontrollierte gleich die Ventile und wartete auf Christoph, der nach ein wenig Hin und Her auch durchkam. Die zusätzlichen Flaschen machten das Durchkommen ja auch nicht einfacher. Kurzes okay mit der Lampe und weiter ging’s.
Nach 26 Minuten erreichten wir die Auftauchstelle am Ende des ersten Siphons.
Die beiden Stageflaschen hängten wir an die Führungsleine und setzten unseren Weg über den trockenen gatschigen Gang zum 2. Siphon fort.
Der lehmig, schmierige Gangabschnitt machte keinen Spaß, aber wir erwärmten uns wieder.

Am 2. Siphon angekommen, befestigten wir die Leine gleich an einem großen Block, kontrollierten die Ausrüstung und tauchten sodann ins dunkle Neuland!
Die Sicht war mit bis zu 8 Meter sehr gut.
Christoph verfolgte mich und achtete auf eine saubere Leinenverlegung.
Ein überwältigendes Gefühl, das man nicht in Worte fassen kann, wenn man in derartig große, unerforschte Gänge vorstößt, von denen bislang noch nichts bekannt war.
Wie geht’s weiter? In welche Richtung? Abzweigung? Kann man auftauchen? etc.
Alles Fragen, die einem durch den Kopf gehen, wenn man schwerelos durch die atemberaubenden Gänge in dieser fantastischen Höhle taucht.
Immer wieder sahen wir irgendwelche schneeweißen Tiere vor unseren Lampen umherschwimmen. Doch hatten wir keine Möglichkeit und auch nicht die Zeit, um sie für unsere Biologen einzusammeln.
Meter für Meter verlegten wir Tauchleine in die großartige Höhle.
150 Meter lang blieb der Gang in Tiefen zwischen 5 und 13 Meter.
Die Gänge sind alle sauber, mit Schotter und Sandboden, dazwischen liegen vereinzelt Blöcke, an denen ich meine Leine befestigte.
Die letzten 40 Meter bricht der Gang in eine Tiefe von 24 Meter ab.
An dieser Stelle signalisierte mir Christoph, dass es Zeit war umzukehren.
Ich richtete meine Lampe auf das leere Reel, damit Christoph sah, dass es schon leer, d. h. am Ende war.
Eine Felsnase stand genau an der richtigen Stelle aus der rechten Wand und ich konnte die Leine mit leichten Schwierigkeiten, bedingt durch Kälte und der dicken Trockenhandschuhe, befestigen.
Ich nahm das Messbuch raus und begann mit der Vermessung, damit nicht zuviel Zeit verstrich.
Mit 136 bar Restdruck begannen wir den Rückweg.
Christoph leuchtete mir immer wieder beim Nehmen der Daten, was sehr hilfreich war.
Wir beendeten den Tauchgang im 2. Siphon nach 49 Minuten, bei einer maximalen Tiefe von 23,6 Meter.

Vorsichtig passierten wir den trockenen Teil und nach kurzer Rast machten wir uns auf den Rückweg durch den 1. Siphon.
Am Weg nach draußen tauchte Christoph voran und ich hatte somit die Möglichkeit,
mir den Gang im tiefen Bereich noch genauer anzusehen.
Dann ging’s nochmals durch die Engstelle, ich kontrollierte meine Ventile, gab das okay-Zeichen und tauchte hoch zum Sicherheitsstopp auf 5 Meter.
Nach 20 Minuten Tauchzeit verließen wir um ca.22.45 Uhr die Höhle.

Wir konnten deutlich das Donnern des Gewitters hören, das draußen tobte.

Es dauerte eine weitere Stunde, bis wir die gesamte Ausrüstung durch den Eingang ins Freie brachten.

Es war ein wirklich erfolgreicher, super geiler Tauchgang mit Christoph.

Am nächsten Tag war das Wasser so weit angestiegen und eingetrübt, dass ein Tauchen nicht mehr möglich gewesen wäre.

Die Höhle sieht uns wieder!!!

Gut Luft
Gerhard

Dienstag, 25. August 2009

3. Forschungstauchgang in der Kogelgrabenhöhle

Am 20.8.2009 um 18.30 Uhr trafen Jasmina und ich wieder beim Eingang der Höhle ein,
wo bereits Clemens Tenreiter mit dem Besitzer der Höhle Linortner Johann auf uns warteten.

Nach kurzem Gespräch mit Johann packten wir die Ausrüstung zusammen und schafften sie nach und nach in die Höhle.
Ein alter Fleckerlteppich erwies sich als sehr hilfreich beim Flaschentransport.
Je öfter man das Zeugs da durchschleppt , desto besser geht’s.

Der Wasserstand war auf Grund, dass es schon einige Tage nicht mehr richtig geregnet hatte, um 4,5 Meter tiefer als beim letzten Tauchgang am 14.8.2009.

Jasmina und Clemens bauten meine Ausrüstung direkt vor dem Wasser zusammen und ich ging nach draußen, um mir den Trocki anzuziehen.
An Flaschen hatte ich meine Doppel 12 , eine 80cft Alu Stage und eine 10 Liter Alu mit EAN 34 dabei. Für die Deko nahm ich eine 7 Liter Alu mit 100% O2 mit, die ich auf 6 Meter Tiefe an die Leine hängte.

Ich tauchte sehr entspannt 16 Minuten entlang der Leine bis zum Ende dieser und befestigte dort mein Reel für den Vorstoß ins Neuland.
Der Gang verliert an Höhe und Tiefe, wird deutlich breiter und ist stellenweise nur noch 1 Meter hoch .
Es ist schwierig, den richtigen Weg und die richtigen Befestigungspunkte für die Leine zu finden.
Meter für Meter legte ich die Leine sorgfältig in den unbekannten Gang, der immer weiter Richtung 0 ging und schließlich nach 27 Minuten Tauchzeit ich zum ersten Mal in einen trockenen Gang hinter dem Siphon blickte.
Er hat 6-8 Meter Breite bei 2-3 Meter Höhe.

Ich legte meine Ausrüstung ab und erkundete den lehmigen, schmierigen Gang ca. 60 Meter weit bis zum Anfang des 2 Siphons, der ca. 3-4 Meter höher ist als der Wasserstand.
Leine konnte ich leider nicht mehr bis zum nächsten Siphon legen, da das Reel schon wieder leer war.
Nach 36 Minuten Erkunden und Vermessen machte ich mich auf den Rückweg.
Beim Hinaustauchen nahm ich die Messdaten der einzelnen Punkte und schrieb sie in meine Wetnotes.
Nach genau 90 Minuten verließ ich das Wasser, wo ich wieder mit Blitzlicht empfangen wurde.

Der erste Siphon hat somit eine Länge von 311 Meter, und ist Österreichweit an Platz Nummer 4!!

Bei 4-5 Meter mehr Wasser dürfte auch der Weg zum 2. Siphon wesentlich einfacher sein. Ich denke, dass man einfach nur rübertaucht.

Als wir mit dem gesamten Tauch-Equipment wieder aus dem Loch herauskletterten, war es natürlich – wieder einmal – stockfinstere Nacht. Da war es schon sehr hilfreich, dass das „Oberflächenempfangskomitee“ auch ordentlich mit anpackte.


Nachdem unser Biervorrat zur Neige ging und die Messdaten mit Clemens ausgetauscht wurden, gings auch schon wieder nach Hause.

Der nächste Tauchgang ist bereits in Planung und wird vermutlich am 30.8.2009 sein.

Gut Luft Glück Tief
Gerhard

2. Forschungstauchgang in der Kogelgrabenhöhle

Am Donnerstag Abend brachte ich meine Tauchflaschen nach Weyregg zur Tauchbasis Nautilus, um sie mit Nitrox 32 für den 2. Tauchgang in der Höhle füllen zu lassen.
Freitag Nachmittags, als meine Freundin und ich uns die Flaschen auf der Fahrt nach Bad Ischl abholten, stellte sich nach der Analyse heraus, dass ein Mitarbeiter von Nautilus nur ein Nitrox 30 gefüllt hatte.
Das bedeutete für mich eine neue Tauchgangsplanung und bei derselben Grundzeit natürlich mehr Deko.

Um 18.30 Uhr kamen wir endlich beim Eingang der Höhle an, wo Clemens, Gabriel und Alex schon auf uns warteten.
Wir packten alles zusammen und schafften die Ausrüstung bis zum Siphon der Höhle.
Jasmina baute meine Ausrüstung in der Höhle unmittelbar vor dem Siphon zusammen, während ich mir vor dem Eingang den Trockentauchanzug anzog.
Beim Zusammenbau passierte dann ein „kleines“ Missgeschick: Die Flügelmutter von meiner D12 machte sich selbstständig und kugelte genau durch ein Loch im Boden eine Etage tiefer. Dank Gabriel – der auf keinen Fall die Suchen nach dem verlorenen Ding aufgab – wurde die Flügelmutter unter den Blöcken gefunden und der Zusammenbau konnte weitergehen.

Den Tauchgang berechnete ich mit dem V-Planer.

Ich nahm an, dass der Gang nicht tiefer als 30 Meter werden würde und ich 60 Minuten in der Tiefe verweilen werde.

Das Ergebnis:

Dekompressionsmodell: VPM - B

TAUCHPLAN
Oberflächenpause = 5 Tag(e) 0 hr 0 min.
Höhe über N. N. = 500m (s)
Konservatismus = + 2

Abst. 18m (6) Nitrox 30 3m/min Abstieg
Abst. 30m (10) Nitrox 30 3m/min Abstieg
Tiefe 30m 49:48 (60) Nitrox 30 1,17 ppO2, 25m ead
Aufst. 9m (67) Nitrox 30 -3m/min Aufstieg
Stop 6m 5:00 (72) Oxygen 1,58 ppO2, 0m ead
Stop 3m 9:00 (81) Oxygen 1,29 ppO2, 0m ead
Oberfl. (82) Oxygen -3m/min Aufstieg

Ausgasung beginnt bei 17,4m
CNS Total: 38,7%

4819,5 ltr Nitrox 30
350,1 ltr Oxygen
5169,6 ltr TOTAL

Ich tauchte also dieses Mal mit Doppel 12 und 1 Stage 80cft, damit ich auch genügend Atemgas hatte, um im Drittel zu bleiben.

Für die Deko nahm ich noch eine 7 Liter Alu mit 100% Sauerstoff, die ich mir in 6 Meter Tiefe an die Leine hängte.

Der Wasserstand war um 1 Meter höher als beim letzten Mal und ich musste mich direkt in einer Engstelle fertig machen zum Abtauchen, was das Ganze nicht gerade vereinfachte.
Gerade so „durchgeflutscht“ bin ich durch das Loch und ich kontrollierte gleich nochmals die ganze Ausrüstung, bevor mir die Kollegen die 2 Stages in die Tiefe reichten.
Die Sicht war nach dem Einstieg mit 3 Meter nicht ganz so gut wie beim letzten Mal, jedoch wurde sie mit zunehmender Tiefe immer besser.
Ich folgte der Leine bis zur Engstelle in 24 Meter Tiefe, dann nahm ich die gesamte Luft aus Anzug und Wing und kroch durch!
Gleich dahinter öffnete sich der Gang und ich setzte meinen Weiterweg - nach Kontrolle der Ventile- fort.
Nach wenigen Minuten kam ich ans Ende meiner Leine.
Ich nahm das neue Reel, verknotete es mit dem Ende der Leine und folgte dem Gang.

Auf ins Neuland!!

Nach wenigen Metern stieg der Gang an und ich kam von fast 28 Meter auf nur 13 Meter Tiefe, wo sich dann ein schwarzer Raum auftat und ich nicht mehr wusste, wo ich lang tauchen sollte.
Ich blieb an der rechten Seite und befestigte nach und nach meine Leine an den Blöcken am Boden.
Die genauen Ausmaße der Gänge kann ich noch nicht sagen, da ich keine gegenüberliegende Wand sehen konnte.
An der rechten Seite gelang ich dann in einen etwas kleineren Gang mit rund 2 Meter Durchmesser, der auch wieder nach einigen Metern in den Hauptgang mündet, wo ich am Ende meiner Leine ankam.
Mit Blick ins schwarze Unbekannte drehte ich um und nahm nach und nach die Daten der einzelnen Messpunkte.
Nach 52 Minuten kam ich zurück an meinen heutigen Anfang und machte mich auf den Weg zur Engstelle.
Mit 2 Minuten Verspätung begann ich bei Minute 69 mit meiner Deko.

Ganz schön kalt trotz Trocki !!

Mit Minute 84 war ich fertig und reichte die erste Stage durch den engen Einstieg,
wo Clemens ganz wild versuchte, ein Unterwasserfoto zu schießen.
Gerade mal aufgetaucht, kamen schon die Fragen, und wie geht’s weiter bzw. hast du die Messdaten (natürlich kam die Frage erneut von Clemens J).

Es war bereits dunkel und wir schafften die gesamte Ausrüstung noch zum „Tauchmobil“, wo dann anschließend der Griller gezündet wurde. Gabriels anfängliche Bedenken, ob denn genug zu essen da ist, lösten sich in Wohlgefallen auf. Nach einigen Deko-Bieren und „Höhlenschnäpse“ ging ein ereignisreicher Tag zu Ende.

Ein großer Dank gilt nochmals an meine Kollegen Clemens, Gabriel, Alex und natürlich auch Jasmina für die tolle Unterstützung!

Gut Luft und Glück Tief
Gerhard

PS.: Der nächste Tauchgang ist für Freitag abend 21.8.2009, geplant!

Dienstag, 11. August 2009

Kogelgrabenhöhle

Tauchgang in der Kogelgrabenhöhle
Meine beiden Freunde Clemens und Gabriel fingen schon vor Jahren bei einem Versturz, aus dem bei Hochwasser Wasser fließt, zu graben an.
Noch dazu berichtete ihnen ein alter Bauer, dass sie in ihrer Kindheit immer da in der Höhle rumgelaufen sind und die Höhle vom Eigentümer irgendwann mit großen Felsblöcken verschlossen wurde.
Meinen beiden Freunden gelang es jedoch nicht, sich durch den Versturz durchzugraben.
Nach einer gemeinsamen Tour in der Dachsteinsüdwandhöhle mit dem Höhlentaucher Robert Seebacher versuchte er sein Glück beim Graben.
Nach nur kurzer Zeit hatte er es geschafft, er war durch und stand vor dem Siphon der KOGELGRABENHÖHLE.
Jetzt wurde gewartet, ob der Siphon bei längerer Trockenheit oder im Winter bei anhaltender Kälte vielleicht doch so weit nach unten geht, dass die Höhle trockenen Fußes begehbar wird.
Leider ging er nicht soweit nach unten, es blieb immer ein Siphon und so musste getaucht werden! Der Wasserstand schwankt um bis zu 8 Meter. Am 11. September 2008 wurde der Siphon von Robert das erste Mal betaucht. http://vho-caving-news.blogspot.com/2008/09/erster-tauchversuch-in-der.html
Den zweiten Tauchgang machte jetzt ich, am 8.8.2009
Ich fuhr mit Jasmina nach Bad Ischl, wo wir uns mit Clemens um 14.00 Uhr bei der Höhle trafen.
Ich konnte mit dem Auto bis 20 Meter neben den Eingang fahren. Der Eingang ist ein 2,5 Meter tiefer Schacht (Versturz), der jedoch mit großen Felsblöcken verschlossen war.
Ist das eingestürzt oder hat jemand ihn wieder verschlossen? Wir begannen die großen Steine aus dem Loch zu schaffen und machten uns so den Zugang zur Höhle wieder frei. Gleich am Ende des Schachtes beginnt eine ca. 4 Meter lange Engstelle, durch die man jetzt aber sogar eine Doppel 12 durchbekommt!
Im Inneren ist ein kleiner Raum, in dem man aufrecht stehend die Ausrüstung und sich selber fertig machen kann für den Tauchgang.
Als Tauchgerät hatte ich eine Doppel 12er mit Pressluft mit. Der Wasserstand war relativ hoch und ich musste in einer engen rutschigen Spalte ins Wasser, wo mir dann geholfen wurde die Ausrüstung anzulegen, da ich mich nicht einmal umdrehen konnte.
Ich dachte noch, dass ich keine Sicht haben werde und es ein Blindflug wird, aber zu meinem Erstaunen war sie dann mit bis zu 5 Metern wirklich gut!!
Ich folgte dem schrägen Gang, den Robert beschrieben hat, in die Tiefe und befestigte immer wieder an geeigneten Punkten die Leine, bis nach 48 Metern in 24 Meter Tiefe der Boden plötzlich eben wurde und vor mir ein großer Felsblock den Weg versperrte.
Ich wusste nicht, ob ich links oder rechts vorbei tauchen sollte, denn es könnte ja eine Abzweigung sein, die bei einem der nächsten Tauchgänge nochmals angesehen werden muss!!
Da ich an der linken Seite den Gang runter gekommen bin, blieb ich auf dieser Seite und suchte meinen Weiterweg in einer Spalte am Boden.
Der Boden ist mit rundgeschliffenen Steinen und Kies bedeckt. Ich kam ziemlich gut mit meiner D 12er durch diese 4 Meter lange Engstelle, dahinter öffnete sich wieder der Gang und man hätte locker wieder zu zweit nebeneinander tauchen können!
Ich war von der Sicht im Wasser und der Schönheit der Höhle überwältigt! Nahezu kein Sediment, das die Sicht in irgendeiner Weise verschlechtern könnte. Weitere 100 Meter verlegte ich in diesem wunderschönen Gang, der sich in einer Tiefe von 24-27 Metern nahezu gerade in den Berg zieht, meine Leine, bis diese leider am Ende war und ich mit Blick ins Dunkle umkehren musste.
Es war sowieso schon Zeit für die Umkehr, da ich ja nicht in die Deko kommen wollte. Beim Zurücktauchen nahm ich noch Länge, Richtung und Tiefe der einzelnen Punkte. Nach 40 Minuten Tauchzeit kam ich in 3 Meter Tiefe an, wo mir dann einer meiner beiden Uwatec 7 Minuten und der zweite gleich 14 Minuten Deko in 3 Meter Tiefe aufs Auge drückte!
Ich sah schon das Licht meiner Kollegen an der Wasseroberfläche, konnte aber nicht auftauchen wegen der Deko. Luft hatte ich ja noch genug, nur das 5 Grad kalte Wasser machte sich langsam aber sicher bemerkbar. Ich füllte meinen Trocki auf und drückte mich gegen die Decke, das half gut gegen die Kälte! Nach 54 Minuten tauchte ich mit 62 Bar Restluft auf, abgetaucht mit 188, also gerade noch im Drittel. Das Reel war leer und 148 Meter Leine verlegt und vermessen.
Die Gesamtlänge der Höhle beträgt gut 200 Meter bei einer Tiefe von mehr als 30 Meter.Leider hatte ich nicht mehr Leine und Luft dabei, aber sobald ich ein wenig Zeit habe, geht’s wieder rein. Die Höhle ist sehr geräumig und vor allem sauber und Hell!

Gut Luft und Glück Tief
Gerhard

Dienstag, 7. Juli 2009

Erfolgreicher Verbindungstauchgang im Hütterschacht Bad Ischl

Bei einer Tauchaktion am 03.07.2009 gelang es, zwischen den beiden Großhöhlen Hütterschacht (1614/6) und dem Wasserloch in der Tauernwand (1614/5) eine befahrbare Verbindung nachzuweisen.Diese Höhlen wurden großteils in den 1970er- und 1980er-Jahren von Höhlenforschern aus Oberösterreich und Wien erkundet
und vermessen (Hütterschacht: GL 2.926 m, ND -187 m, Wasserloch in der Tauernwand: GL 1.847 m, ND +- 120 m).Bereits vor mehr als 10 Jahren wurde ich von Hermann KIRCHMAYR darauf angesprochen, dass es zwischen diesen Höhlen eine Verbindung geben muss und diese wohl im Bereich der beiden Endsiphone zu suchen sei. Leider kam dieser Tauchgang bislang nicht zustande, wurde nun aber in Angriff genommen.Da der Zustieg durch das Wasserloch teilweise schwierig und stark hochwasseranfällig ist, wurde die Variante, den Tauchgang vom Hütterschacht aus zu starten, ausgewählt. Dazu war es vorerst einmal notwendig die Höhle kennenzulernen. Obwohl Ende Juni – Anfang Juli sehr ungünstige Witterungsverhältnisse und teileweise sogar Hochwasser herrschte, unternahmen am 24.06.2009 Franz SCHMIDT und Robert SEEBACHER eine Hochwasserbefahrung in den Hütterschacht. Dabei gelang es überraschenderweise gleich auf Anhieb bis zum Endsiphon vorzudringen.

Es zeigte sich dass das Wasser sehr schnell abfließt und so gut wie keine Rückstauzonen vorhanden sind. Aus diesem Grund erschien es nun auch möglich, den Tauchvorstoß bei nicht ganz optimalen Bedingungen durchzuführen.Freundlicherweise wurde uns von den Österreichischen Bundesforsten eine Fahrgenehmigung erteilt, wodurch wir bis zum Eingang des Hütterschachtes über Forststraßen hinauffahren konnten. Das Team bestand aus Heidrun ANDRÉ, Michael BEHM, Ernest GEYER, Christoph LECHNER, Gerhard WIMMER und Robert SEEBACHER.
Nach dem Eingang ist anfangs ein Schachtsystem bis in eine Tiefe von 160 m zu überwinden. Eintretende Gerinne machen die Absteige teilweise sehr feucht und erschweren die Befahrung. Nach der Überwindung des Christophorus-Sees setzt sich der Weg nun als über 500 m langer Canyonteil fort. Dieser mündet in geräumige phreatische und teilweise stark verlehmte Gangpassagen. Nach einem kleinen Abstieg gelangt man in den Autobahncanyon, welcher bei Hochwasser den Hauptbach der Höhle ableitet. Hinter einem kurzen, aber sehr dreckigen und nassen Schluf erreicht man schließlich den Blinden Canyon, welcher am Tiefen Siphon bisher endete.Relativ zügig gelangte das 6-köpfige Team nach etwa 2 Stunden zum Endsiphon, welcher bereits in 181 m Tiefe und etwa 1,4 km vom Eingang entfernt liegt.
Der Tauchgang wurde von Robert SEEBACHER durchgeführt, wobei ein 2 x 4 Liter Tauchgerät zum Einsatz kam. Die Sichtweite unter Wasser betrug etwa 1 m, Strömung war keine zu bemerken, da sich ein Gerinne von nur etwa 1 l/s in den Siphon ergoss.Die Unterwasserpassage fällt anfangs sehr steil bis in eine Tiefe von 3 m ab. Von dort führt ein 1-2 m hoher und ebenso breiter Gang in Richtung Osten. Nach bereits 15 m Tauchstrecke konnte im Siphonsee des Wasserloches wieder aufgetaucht werden und die Verbindung realisiert werden. Die vermessene Länge der neu erforschten Passage beträgt 17 m, wodurch sich nun für die neue Durchgangshöhle eine Gesamtlänge von 4.790 m ergibt. Der Höhenunterschied beträgt 252 m und die Horizontalerstreckung zwischen den beiden Eingängen beachtliche 1.400 m.
Dank: Herwig LOIDL und Georg XENGER von den Österreichischen Bundesforsten für die Fahrerlaubnis, Hermann KIRCHMAYR und Erhard FRITSCH für Planunterlagen und Informationen sowie dem fleißigen Trägerteam, welches den langen, teilweise nassen und schmutzigen Weg durch die Höhle bestreiten musste. Nicht zu vergessen sind die zahlreichen Höhlenforscher, welche in stunden- und tagelanger Arbeit diese beiden Großhöhlen bisher arbeiteten und dokumentierten.

Montag, 6. Juli 2009

Längste und Tiefste Siphone Österreichs

1.Pießling-Ursprung (S 1)80 mJ. Hansenmayer
2.Gollinger-Wasserfall (Schwarzbach-Quelle)76 mM. MeybergSBG
3.Hirschbrunn72 mT. Behrend
4.Palfauer-Wasserloch71 mR. Kritz, M. GöksuSTMK
5.Brunneckerhöhle (Riesensiphon)65 mF. BoggiaSBG
6.Hirlatzhöhle (Kesselsiphon)64 mH. J. Schwarz
7.Feistringgrabenhöhle59 mM. SchafheutleSTMK
8.Nestelberg-Quelle58 mM. Schafheutle
9.Erlauf-Ursprung57 mM. Schafheutle
10.Winnerfall-Höhle50 mM. Aievola, P. PellegrinSBG
11.Koppenbrüllerhöhle (Bläsersiphon)42 mM. Meyberg
12.Tricklfall-Höhle Endsiphon40 mS. Yckx, J-P. ThirySBG
Pießling-Ursprung (S 2)40 mR. Seebacher
Stimitz-Ursprung, Quelltopf IV40 mM. MeybergSTMK
Rötelseehöhle (S 4)40 mG. Wimmer
16.Hirlatzhöhle (Seetunnelsiphon)35 mM. Meyberg
17.Steinbachquelle31 mF. Galle, W. Halada, O. Schuch
18.Koppenbrüllerhöhle (Schräger Otto)30 mM. Meyberg
Gr. Wendenloch (2. Siphon)28 mS. SchiemannSBG
20.Wassermannsloch (Eingangssiphon)27 mF. Schierl, M. LuksSTMK
21.Trockenes Loch (Seufzersiphon)26 mR. Bernstein
22.Schneeloch (Zyklotronsiphon)25 mGSAB, G. FellnerSBG
23.Bierloch24 mF. PoggiaSBG
24.Kreidelucke (Kluftsiphon)22 mR. Seebacher
25.Kogelgrabenhöhle21 mR. Seebacher
26.Koppenbrüllerhöhle (Krakensiphon)20 mJ. Hasenmayer






















Length > 50 m





1.Hirlatzhöhle (Kesselsiphon)460 mJ. Encev
2.Hirlatzhöhle (Seetunnelsiphon)345 mM. Meyberg
3.Brunneckerhöhle (Riesensiphon)340 mF. PoggiaSBG
4.Gollinger-Wasserfall (Schwarzbach-Quelle)230 mM. MeybergSBG
5.Koppenbrüllerhöhle (Krakensiphon)200 mM. Meyberg
Pießling-Ursprung (S 1)200 mJ. Hasenmayer
7.Wassermannsloch (Eingangssiphon)186 mF. Schierl, M. LuksSTMK
8.Erlauf-Ursprung180 mM. Schafheutle
9.Palfauer-Wasserloch170 mR. Kritz, M. GöksuSTMK
10.Lochbach-Höhle160 mS. Kucsko, M. Fischer, P. Böhm
11.Koppenbrüllerhöhle (Bläsersiphon)155 mM. Meyberg
12.Steinbachquelle150 mF. Galle, W. Halada, O. Schuch
13.Feistringgrabenhöhle147 mM. SchafheutleSTMK
14.Hirlatzhöhle (Nordsiphon)145 mK. Scalay
15.Koppenbrüllerhöhle (Schräger Otto)135 mM. Meyberg
16.Trockenes Loch (Seufzersiphon)130 mR. Bernstein
17.Pießling-Ursprung (S 2)120 mR. Seebacher
Nestelberg-Quelle120 mM. Schafheutle
Hirschbrunn110 mT. Behrend
20.Rötelseehöhle (S 4)100 mG. Wimmer
21.Tricklfall-Höhle Endsiphon95 mS. Yckx, J-P. ThirySBG
22.Radaubach-Ursprung91 mR. Seebacher
23.Rettenbachhöhle (2. Siphon)90 mR. Seebacher
Hirlatzhöhle (Vestibülsiphon)90 mM. Meyberg
25.Hirlatzhöhle (Oasensiphon)80 mM. Meyberg
Hirlatzhöhle (Grünkogelsiphon)80 mM. Meyberg
27.Hirlatzhöhle (Nimandslandsiphon)80 mP. Hübner
28.Mausrodlhöhle76 mW. Gamsjäger, R. Biermayr
29.Miesenbach-Ursprung75 mR. Seebacher
30.Trübenbachquelle65 mR. Dolnik, E. Eichinger
31.Rötelseehöhle (S 1)65 m?
32.Offenseer Lochbachloch60 mR. Seebacher
Stimitz-Ursprung, Quelltopf IV60 mM. MeybergSTMK
34.Hirlatzhöhle (Kessel 1. Siphon)50 mJ. Hasenmayer
35.Hirlatzhöhle (Unterfeldsiphon 1)50 mU. Mayer
36.Hirlatzhöhle (Unterfeldsiphon 2)50 mU. Mayer











Stand 07/2009 Robert Seebacher



Verbindung gefunden

http://vho-caving-news.blogspot.com/

Dienstag, 23. Juni 2009

Tauchgang Kessel

http://www.youtube.com/watch?v=vS9nn4QJqeI

News von der Rötelsee Tauchexpedition




News von der Rötelsee Tauchexpedition

14.6.2009
Danke nochmals an unsere Träger, für die gewaltige Unterstützung.Weiters möchte ich mich bei Jochen Kern und seinem Team der Tauchschule Traunsee für die freundliche Unterstützung und die gute 220 bar Traunsee - Pressluft, die er uns gratis zur Verfügung gestellt hat, bedanken.http://www.tauchschule-traunsee.at/
Ausdrücklich möchte ich auch hier nochmals darauf hinweisen, das die Höhle ein Naturdenkmal ist, somit ein absolutes Betretungsverbot und natürlich auch Tauchverbot besteht und man hierfür eine Ausnahmegenehmigung der Naturschutzabteilung benötigt.Vielen Dank auch an die Bundesforste, die Grundeigentümer der Höhle sind, für die Genehmigung von ihrer Seite her.
Danke Herr Gruber!
Der Letzte Tauchgang
Jochen und ich sind gestern 14.6.2009 nochmals gemeinsam runter auf -34 Meter, zum Endpunkt getaucht und haben erneut 20 Meter neue Leine ins Dunkle Unbekannte gelegt, bis in 40 Meter Tiefe. Die Sicht war bis -32 Meter gleich 0 und ich konnte nur selten die gelben Flossen von Jochen vor mir erblicken. Unter 32 Meter verbesserte sich die Sicht dann auf 3 Meter aber erstaunlich gut. Der Gang setzte sich mit einer Breite von 5-6 Metern und gleicher Höhe weiter in die Tiefe fort. Wir haben den Tauchgang, auf Grund des Erreichens des gesetzten Tiefenlimits und dem Ende der Nullzeit, erfolgreich beendet.
Nach einer Tauchzeit von nur 40 Minuten, war der letzte Tauchgang dieser großen Aktion beendet.
Wir konnten in den vergangen 4 Tagen mit 5 Tauchern 8 Tauchgänge durchführen.
Natürlich haben nicht nur die Träger geschuftet sondern auch wir.
Die Länge der Höhle stieg um 80 Meter, die Tiefe um 29 Meter!Somit weist die Höhle derzeit eine Unterwasserlänge von mehr als 300 Meter bei einer maximalen Tiefe von 40 Metern auf.Eine Weiterforschung ist bereits jetzt schon für Anfang September in Planung.Jedoch ist nun eine gute Logistik gefragt, um die immer mehr werdende Ausrüstung für einen weiteren Vorstoß mit verschiedenen Deko Gasen zu ermöglichen.
Bisher waren als Träger mit dabei:
Heinetzberger Michael, Clemens Tenreiter, Öhlinger Christian, Wurzinger Robert, Stiegelbauer Hans, Wimmer Franz, Wimmer Roland, Staflinger Christine, Grabner Jasmina, Humer Andrea, Riedel David, Christof Holzinger, Wagner Gregor, Strasser Sepp, Vogl Thomas.
Ganz besonderen Dank an meine Freundin Jasmina, die mir die ganze Zeit über zur Seite stand und am letzten Tag auch noch 3 mal den Berg für mich hochgelaufen ist.
Danke!!
Das Tauchteam bestand aus:Wolfgang Smejkal, Eli Smejkal-Hayn, Lukas Pflug,Jochen Kern und Gerhard Wimmer
Gut Luft und Glück Tief
Gerhard

Expedition Rötelseehöhle




Expedition Rötelseehöhle

Hallo zusammen!
Es geht weiter in der Rötelseehöhle, aber Achtung, "Höhle Tauchen macht süchtig!!" ;-)

Gestern (11.6.2009) konnten wir erneut der Höhle einige Meter und Geheimnisse entreißen. Zuerst möchte ich mich nochmals bei den Trägern bedanken, die uns die schwere Ausrüstung hoch zur Höhle getragen haben.Um 8.00 slipten Jasmina und ich mein Boot kurz vor Traunkirchen. Die Ausrüstung rein und rüber zur Tauchbasis, wo wir uns mit den Tauchern und Trägern trafen. Die Flaschen noch schnell gefüllt (danke Jochen), dann ging's mit den ersten 4 Leuten rüber zur Zeckeninsel. Insgesamt 3 Fahrten brauchte ich damit alles, Leute und Material, drüben war. Nach Verteilung der Ausrüstung ging's 45 Minuten lang hoch zur Höhle.Der Wasserstand war gegenüber dem letzten Mal um ca. 30 cm gefallen und die Sicht war diesmal nicht ganz so gut als letztes Mal (ca.3 Meter), aber ausreichend.Jochen und ich machten den ersten Tauchgang zu dem von mir beim letzten Mal entdeckten Gang. Ich übernahm die Führung und legte die Leinen. Rasch hatten wir den ersten See erreicht, in dem die Leine in unerreichbarer Höhe über uns gespannt war. Wir schwammen unter ihr die 20 Meter über den See und tauchten wieder mit ihr ab, bis zu dem Punkt wo ich beim letzten Mal meinen Richtungspfeil als Markierung der Abzweigung gesetzt hatte.In 11 Meter Tiefe die Leine an den Pfeil auf der Hauptleine befestigt, ging es über die Sanddühne ins Neuland. Die Befestigung der Leine gestaltete sich als sehr schwierig, da das Gestein sehr glatt und zudem auch extrem brüchig war.Der Stein war richtig weich und brach extrem schnell, auch die Trockenhandschuhe für das 5°C kalte Wasser erleichterten nicht gerade die ganze Sache.Wir tauchten über einen steilen Abhang an der linken Gangseite entlang in die Tiefe, der Boden war mit sehr weichem Sediment überzogen das sehr schnell die Sicht auf 0 senkte.Der zweite Taucher hat es da nicht ganz leicht ;-)) Mit dem Licht unserer Lampen konnten wir die rechte Wand nicht erkennen, so groß war der Gang! Ich legte die Leine bis in 34 Meter Tiefe und erreichte die rechte Wandseite da der Gang einen leichten Knick machte. Als mir plötzlich Jochen ein Lichtzeichen gab drehte ich um und schwamm zu ihm. Die Leine zog ich in eine Spalte, so das sie nicht zu erreichen war, eine zusätzliche Befestigung war notwendig, sonst war alles in Ordnung.Wir befestigten sie an diesem Punkt in 32 Meter Tiefe und ich gab das Zeichen zum beenden des Tauchgangs. Das Reel ließen wir ohne zu schneiden am Umkehrpunkt zurück, für den nächsten Tauchgang (13.6.2009). Beim zurück schwimmen nahm Jochen noch die Daten der einzelnen Messpunkte. Wir rechneten damit das wir bei 0 Sicht den Rückweg antreten mussten. Dem war aber nicht so, da das Sediment sich sehr schnell gesetzt hat.Der Endpunkt ist in einem ca. 5 Meter breiten und 3 Meter hohen Gang, von dem aus man nur ins Schwarze schaut. Nach 50 Minuten Tauchzeit erreichten wir wieder die Wasseroberfläche wo wir von unseren Begleitern empfangen wurden. Ein echt toller Tauchgang!!