Donnerstag, 22. März 2012

Forschungsweekend des Gemeinschaftsprojektes der GGG Modon Valstagna, SGH Lenzburg und LVH Linz

Bildquelle: Peter Balordi

1. Forschungsweekend des Gemeinschaftsprojektes der GGG Modon Valstagna, SGH Lenzburg und LVH Linz 



Mitte Februar traf ich mich gemeinsam mit Freunden aus Schweiz, Italien, Deutschland und Österreich in Valstagna, um die Traverse zwischen den beiden Oliero Höhlen zu betauchen. Ich wurde zu der Tour von Peter Balordi eingeladen.. Mein Freund Günter Faul war in den vergangen Wochen schon mehrfach vor Ort zum Tauchen und berichtete von 2 italienischen Höhlentauchern (Matteo Ratto „Atomik“ & Sergio Favore), welche versuchten, die Traverse zu verleinen. Er hatte ihnen dabei gemeinsam mit Stefan Gaar geholfen einige hundert Meter Leine instand zu setzen. Die beiden Italiener hatten es dann eine Woche später geschafft und betauchten die Strecke. Gemäss Berichten von Luigi Casati, der im Jahr 2005 gemeinsam mit John Volanten und Rick Stanton 3 Tage in der Höhle biwakierte, wurde dabei von Rick der 2. Siphon in der Cogol dei Veci erstmals durchtaucht. Nach genaueren Nachforschungen wurde klar, dass in der Höhle noch Neulandpotential vorhanden sei und man der Sache nachgehen sollte. http://www.prometeoricerche.eu/GIGI/2005.htm Wir machten uns also aus allen Himmelsrichtungen auf den Weg nach Valstagna.

Das wichtigste war, durch den ersten 2‘600 Meter langen und 55 Meter tiefen Siphon zu kommen, dahinter den Weg über die Trockenpassage zu finden, um für weitere Forschungen zu wissen, was an Material benötigt würde und ob es überhaupt möglich ist weiter zu kommen.

Getaucht wurde ausschließlich mit Rebreather und BONEX Scooter, welche schnell und leicht sind und überdies gute Laufzeiten aufweisen, und somit idealer für unsere Einsatzzwecke sind.

Wir schafften unsere Ausrüstung zuerst mit dem Boot und dann zu Fuß bis an den Quellbereich der Veci. Zu fünft tauchten wir gemeinsam ab und erreichten mit ein wenig Suchen nach 65 Minuten die Auftauchstelle. Die Geräte haben wir liegengelassen und machten uns auf die Suche des zweiten Siphons. Nach 10 Minuten erreichten wir eine steile Kletterstelle, die uns rasch 30 Meter tiefer brachte und nach 15 Minuten kamen wir am Siphon 2 an. Nach dieser Stelle wurde uns klar, dass wir eine Seilsicherung oder besser eine Seilbahn brauchen, um die Geräte nach unten zu bringen. Wir machten uns auf den Rückweg, jedoch wollten wir durch die Siori nach draußen fahren und erreichten nach 80 Minuten den Ausgang. Am Abend wurden dann die Pläne geschmiedet und das Gemeinschaftsprojekt gegründet.

Gleich im Anschluss nahmen wir Kontakt auf mit dem lokalen Speleo Club (Gruppo Grotte Chiara Modon, Präsident Ennio Lazzarotto) sowie mit Gigi Casati, welcher als letzter im Jahre 2005 einen Forschungsvorstoss unternommen hat. Von beiden Seiten bekamen wir das OK und konnten somit offiziell mit dem Projekt beginnen.

16.3.2012
Einen knappen Monat später waren die Bedingungen immer noch sehr gut. Wir entschieden uns für einen Vorstoß im 2. Siphon. Mit dabei waren Pedro Balordi, Hubert Zistler, Alberto Cavedon und Wimmer Gerhard. Pedro hatte die gesamte Ausrüstung die wir für Seilbahn und Einrichtung brauchen mitgebracht. Geplant war, an einer Stelle ein Geländer zu installieren und die Seilbahn einzurichten. Anschließend wollten Pedro und ich einen ersten Tauchgang im 2. Siphon machen. Pedro und ich kümmerten uns um die Errichtung der Seilbahn.
Die anderen machten Ausrüstungstransport. Die Seilbahn stand und wir begannen mit dem Transport der Ausrüstung. Leider wurde der Brenner von Pedros HID Lampe zerschlagen und wir brachen die Aktion ab. Wir ließen eine Bailout Stage und Reels mit über 1300 Meter Leine zurück.
In der Dämmerung verließen wir die Höhle.

17.3.2012
Es sollte früh am morgen losgehen - 7.30 Uhr -, da es mit Sicherheit ein langer Tag werden würde. Pedro und ich tauchten gemeinsam im 2er Team ab und erreichten nach nur 47 Minuten die Auftauchstelle. Wir begannen sofort mit dem Transport der Ausrüstung. Eine Stunde später kam der Rest der Truppe nach. Heute war auch noch Stefan Gaar mit dabei.  Für den Tauchgang im Siphon 2 verwendeten wir 2 BONEX Reference Scooter, als Bailout wurde auch noch der SMIR-01 Rebreather von Pedro mitgeführt. Das Wasser war sehr klar und wir hatten mehr als 20 Meter Sicht. Pedro tauchte mit dem Reel vor und ich befestigte die Leine mit Gummis an den Felsen. Rasch waren die ersten 400 Meter in den riesigen Gang gelegt, nur selten konnten wir die andere Wand, den Boden oder die Decke erkennen. Die Dimensionen sind mit nichts zu vergleichen. Das dritte Reel war leer und somit 940 Meter verleint. Plötzlich waren wir in einer Sackgasse und mussten wieder 100m zurück. Der zweite Versuch brachte auch nicht den gewünschten Erfolg und wir kamen wieder rasch auf Tiefe. Da ich nur noch 70 bar Sauerstoff hatte und ich für den Rückweg nach draußen ebenfalls noch etwas brauchte, brach ich den Tauchgang an der Stelle ab. Wir brauchten 30 Minuten Vollgas mit den Scootern, um wieder zurückzukommen. Bei der Fahrt fuhr ich 20 Meter von der Leine entfernt, erst jetzt konnte ich die gewaltigen Dimensionen erahnen und die gegenüberliegende Wand erkennen. An ihr sah ich noch Leinenreste von Rick, die er damals 2005 gelegt hatte. Er hatte eben das Glück, an der richtigen Wand zu sein und direkt zu der Auftauchstelle zu kommen. Wir erreichten nach absitzen der Deko nach 149 Minuten wieder die Oberfläche. Die gesamte Ausrüstung wurde zurückgeschafft und die Seilbahn demontiert. Anschließend machten wir noch Fotos von den trockenen Gängen. Es befinden sich zwischen den beiden Siphons ca. 1,5 km unvermessene Gänge, die wir begingen ohne an ein Ende zu kommen.
Nach 5 Stunden Aufenthalt traten wir den Heimweg an und kamen nach 80 Minuten um 21.30 Uhr aus dem Wasser.




Danke an der Stelle für die Unterstützung der Träger und das vertrauen von Pedro das er mich zu dem Tauchgang mitgenommen hat.

Die Planung ist schon wieder am Laufen ;-)

Gut Luft Gerhard

Mittwoch, 14. März 2012






Tauchgang mit Happo in der Kogelgrabenhöhle. War ein super Tag und toller Tauchgang.
mehr kommt in kürze


Montag, 9. Januar 2012

Hirlatzhöhle mit Oberer Brandgrabenhöhle verbunden




Die aktuelle Ganglänge der Hirlatzhöhle hat nun 100.068m

Danke ans Team!!
Christian Cichon
Thomas Silber
Bernhard Zauner
Peter Brummer
Christoph Lechner
Kallinger Siegfreid
Faul Günter
Roman Mitter

vg
gerhard

Montag, 19. Dezember 2011

die version für josef meinen freund !! ;-)

Meyrl
Herbert a já jsem dostal v 10.00 hodin v jeskyni. Oba jsme kdy měli 4 - l 200 bar potápěčskou výstroj, tak jsme na Ďáblova past, kde jsme se porouchal dva týdny před trasa pokračuje přes potápění mohl. Sifonu, ale k mému překvapení tam nebyl a my jsme mohli jít plavat a pohodlně. V zadní části jeskyně jsme se dostali k malé pasti, z níž se nachází potápěčské line. Přitáhl jsem linku a vrhla se do 1.5 m vysoká a 1 m široká sifon. Po 20 metrech tam byl ještě v nedohlednu a já se otočil. Na zpáteční cestě jsem viděl stopy na vedení 370-375-380. Dobře jsem si zcela jist, co to může být. To se později ukázalo, že Michael Meyberg, ale linky byly ponechány na pasti a já jsem byl jen 15 metrů od koncového bodu. Tam byl ještě dost vzduchu v našich lahvích, jsme se vydali na další past, která byla 3 m široký a 1,5 m výšky výrazně větší a vrhla se do této. Kurz byl vždy větší a brzy se oddělil menší trubky. Vrátili jsme se s ohledem na ochrannou známkou a z naší cestě k východu. Po 4 hodinách jsme byli zpátky u auta a zamířil k domu.





Herbert Meyrl und ich stiegen um 10.00 Uhr in die Höhle ein. Dabei hatten wir beide je ein 4- Liter-200bar Tauchgerät, damit wir den Siphon beim Teufelssee, an dem wir 2 Wochen zuvor am Weiterweg scheiterten, durchtauchen konnten. Der Siphon war jedoch zu meiner Überraschung nicht mehr da und wir konnten bequem weitergehen bzw. schwimmen. Im hinteren Teil der Höhle kamen wir dann zu einem kleinen Siphon, aus dem die Tauchleine herauskommt. Ich spannte die Leine und tauchte in den 1,5 m hohen und 1 m breiten Siphon ein. Nach 20 Meter war noch immer kein Ende in Sicht und ich drehte um. Am Rückweg sah ich die Markierungen an der Leine 370-375-380. Nun war ich mir nicht mehr ganz sicher, was das sein kann. Es stellte sich dann später heraus, dass Meyberg Michael doch eine Leine im Siphon zurückgelassen hatte und ich nur 15m von seinem Endpunkt entfernt war. Da noch genügend Luft in unseren Flaschen war, gingen wir weiter zum nächsten Siphon, der mit 3 m Breite und 1,5 m Höhe deutlich größer war und tauchten in diesem ab. Der Gang wurde immer größer und schon bald zweigten kleinere Röhren ab. Wir kehrten mit Blick ins Schwarze um und machten uns auf den Weg in Richtung Ausgang. Nach 4 Stunden waren wir wieder beim Auto und traten den Heimweg an.

Freitag, 9. Dezember 2011

Einige Höhlentouren aus den letzten 2 Wochen






Brandgrabenhöhle/Hirlatz

Da es die letzten 6 Wochen keinen Niederschlag gab, wollte ich versuchen, in die Brandgrabenhöhle zu gehen. Mit 2 Kollegen aus der Schweiz und Bernhard Kamleitner machte ich mich dann also auf in die Höhle und wir seilten uns den Gabelschacht hinunter ab. Leider kamen wir nicht weit, da ein See uns den Weiterweg versperrte. Wir stiegen aus der Höhle und gingen weiter in die Hirlatz. An diesem Tag gingen wir bis in die Halle des Staunens und übernachteten im Sprengstellenbiwak. Eine Woche später machten sich Thomas Silber und ich erneut auf den Weg hoch zur Höhle, diesmal aber in Neoprenanzügen. Wir sind über die ersten Seen geschwommen, da uns ein Siphon am Weiterweg hinderte. Erneut mussten wir umkehren ohne die gesamte Höhle zu sehen. In der Höhle fanden wir an mehreren Stellen Reste von alter Tauchleine/Draht. Später stellte sich heraus, dass diese mit Sicherheit aus dem Nordsiphon der Hirlatzhöhle kommen. Somit ist das erste Mal eine direkte Verbindung der beiden Höhlen nachgewiesen! Wir werden die nächsten Wochen nochmals zur Höhle aufsteigen, solange die Gänge noch mit Luft gefüllt sind, um diese mittels Kabel auszuleinen, um ein Tauchen bei hohem Wasserstand möglich zu machen. Eine normal übliche Führungsleine zu installieren ist in der Höhle nicht sinnvoll, denn spätestens nach dem nächsten Hochwasser ist diese zerrissen und aus der Höhle gespült. Ein Weiterforschen im Endsiphon wird dadurch auch bei ungünstigen Bedingungen möglich werden und wer weiß, vielleicht finden wir sogar den Weg bis in die Hirlatz.


Koppenbrüllerhöhle

Gemeinsam mit Zauner Bernhard, Brummer Peter und Lukas Kirchberger machte ich mich um 8.00 Uhr morgens auf den Weg zur Höhle. Patrick Bonetsmüller brauchte noch Fotos von seinen Scootern, die er gemeinsam mit Wilke Reints machen wollte. Gemeinsam schafften wir die gesamte Ausrüstung zum Bocksee und bereiteten uns auf den Tauchgang vor. Peter half den beiden bei den Fotos, die beiden anderen halfen mir beim Vermessen des Abfluss. Zu meiner Überraschung war trotz der wochenlangen Trockenheit noch immer eine beachtliche Schüttung. Beim Abtauchen war die jedoch nur noch sehr gering zu spüren und wir konnten zügig den Gang hinab verleinen. Nach 35 Meter erreichten wir den tiefsten Punkt in 18 Meter Tiefe. Ab diesem Punkt ist nur noch mit Sidemount ein Weiterkommen möglich und wir mussten Lukas, der mit Doppel 7 unterwegs war, zurücklassen. Bernhard und ich setzten unseren Weg weiter fort und kamen dann auch bald auf die von mir vor 2 Jahren verlegte Leine. Ich begann dann sofort mit der Vermessung der Strecke und wir tauchten nach 36 Minuten wieder auf.
Um 16.00 Uhr war dann alles wieder im Auto und wir genehmigten uns noch eine Pizza in Obertraun. An dieser Stelle möchte ich mich noch bedanken bei Patrick für das Essen und bei Wilke für die Fotos!










Jagling Ursprung

Clemens hatte wieder einen Tag frei und wollte unbedingt den Jagling Ursprung fertig vermessen und Bilder machen. So füllte ich die kleinen Tauchflaschen und machte mich auf den Weg nach Bad Ischl. Wir fuhren die Forststrasse hoch in Richtung Jaglingbach, zogen uns am Auto um und gingen die letzten 15 Minuten mit dem Neoprenanzug hoch zur Höhle.
Der Bachlauf war komplett trocken und wir dachten, dass der Siphon vielleicht sogar so weit abgesunken sei und wir vielleicht sogar schwimmend in die hinteren Teile kommen könnten.
Rasch waren wir am Schacht angelangt und ich seilte mich zum 5 Meter tiefer liegenden See ab. Der Wasserstand war um nur 30cm tiefer als normal und es war klar, dass wir tauchen müssen. Für Clemens war das sehr spannend, da er ja keine Tauchausbildung hat und er sich auf mich verlassen muss. Alles aber kein Problem. Wir machten uns fertig und tauchten gemeinsam ab. Der erste Siphon ist 2 Meter tief und nur 15 Meter lang, dann kommt eine 15 Meter lange Schwimmstrecke und nochmals eine 5 Meter lange 1 Meter tiefe Tauchstrecke.
Hinten angekommen haben wir sofort mit der Vermessung begonnen. Leider endeten alle Gänge bei Verstürzen und wir waren schnell fertig. Wir machten noch einige Bilder am Rückweg. Es war eine wunderschöne Tour und die Höhle ist somit für uns sbgeschlossen. Wir konnten bei der Tour ca. 220 Meter vermessen. Dadurch steigt die Gesamtlänge der Höhle auf 421m.

Miesenbach Ursprung

An diesem Tag wäre eigentlich die Brandgrabenhöhle am Programm gestanden. Wir kamen aber erst um 10 Uhr bei mir weg und ich beschloss, nicht den weiten Weg nach Hallstatt, sondern nur bis zum Miesenbach zu fahren. Thomas Silber begleitet mich an dem Tag. Er war noch nicht in der Höhle, darum dachte ich, dass es ein gutes Ausweichprogramm sei. Ich war schon öfters in der Höhle und wusste, dass der Einstig sehr eng ist und auch das mir bekannte Ende - wenn überhaupt - nur Sidemount zu betauchen ist. Die Höhle hat bei Regenwetter und Hochwasser eine sehr große Schüttung, darum wusste ich, dass die Leine, die ich bei meinem letzten Tauchgang gelegt hatte, nicht mehr da sein wird. Da ich die Höhle kannte, tauchte ich vor und Thomas mir mit der GoPro hinterher und machte Videoaufnahmen. Nach 8 Minuten erreichten wir das mir bekannte Ende und ich begann mit der Suche nach einem möglichen Weiterweg. Einen schmalen, nur 50 cm breiten und 2 Meter hohen Meander konnte ich gut 10 Meter weit rein schwimmen, drehte aber aus Sicherheitsgründen dann um. Eine gut 40 cm hohe, 3 Meter lange Spalte im Boden war der zweite Versuch. Mit gut 45° Neigung kam ich rasch von 10 Meter Tiefe bis auf 21 Meter, ich konnte noch weiter hinab blicken bis auf ca -25 Meter, jedoch hatte ich im Hintergedanken schon den Rückweg vor Augen und drehte um. Mit 0 Sicht musste ich mich, ohne dabei in der eigenen Leine zu verfangen, umdrehen und durch die Spalte den Weg raus finden. Ein Steckenbleiben wäre in dieser Situation nicht gerade günstig. Ich habe die gesamte Strecke vermessen und wir tauchten nach 41 Minuten im 5°C kalten Wasser wieder auf.
Die vermessene Ganglänge hat somit 140 Meter bei 21 Meter Tiefe.

Montag, 18. Juli 2011

Rötelsee 16.-17.7.2011








Diesmal trafen wir uns erst am Samstagnachmittag. Das Tauchteam bestand aus Günter Faul, Fehringer Stephan, Kamleitner Bernhard, Hofer Jürgen und mir (Wimmer Gerhard). Normalerweise ist Juli - August Motorbootsperre am Traunsee, nicht für uns, ich hatte eine Ausnahmegenehmigung beantragt und so können wir auch in dieser Zeit mit der Erforschung der Höhle weitermachen. Mit 3 Überfahrten schafften wir es, die enorme Menge an Tauch - Equipment (ca. 800-1000 kg) rüber zur Talstation zu bringen. Jürgen und Bernhard machten sich mit Zugseil und Winde auf den Weg zur Bergstation und ließen uns die Gondel herab. Die erste Fuhr war bereit zum Hochziehen und ich machte mich auf den Weg nach oben, um bei der Entladung zu helfen. Insgesamt wurden es 4 Fahrten um alles nach oben zu schaffen. Eine Fahrt dauert zwischen 20 und 30 Minuten. Das sonnig warme Wetter ist nicht gerade optimal für eine solch große Aktion. Wir schafften alles rüber in die Höhle und machten uns für den ersten Taugang bereit. Der Wasserstand war um 2 Meter tiefer als ich ihn kannte und die Sicht sah gut aus. Leider war die Tasche mit den Unterziehsachen von Jürgen nicht mit nach oben gegangen und er konnte seinen Tauchgang nicht mitmachen. Da er am nächsten Tag keine Zeit hatte und noch heute runter musste, nahm ich seine 2 Flaschen. Günter (RB2000) und Stephan (Pscr Satori) sahen sich den tiefen Teil der Höhle an und ich (OC- Sidemount) ging solo in den, beim letzten Tauchgang verleinten Teil der Höhle, um am Ende weiterzuforschen. Bernhard (OC) tauchte nur ein paar Meter mit uns mit und drehte dann um. Zu dritt ging's dann los bis zum ersten T, ich ging rechts, die beiden Jungs links. Beim zweiten T ging ich auch links, rechts würde man nach ein paar Metern im Zwergendom auftauchen. Die Sicht war erstaunlich gut, so kam ich rasch voran ans Ende der Leine, wo das Reel, was ich beim letzten Mal zurückgelassen hatte, auf mich wartete. Es waren nur noch ein paar Windungen oben und ich entschloss mich, gleich ein neues zu befestigen. Der Gang führte mich von 24 Meter weiter in die Tiefe und bald konnte ich die beiden Jungs in 35 Meter Tiefe vor mir erblicken. Die bemerkten mich nicht und setzten ihren Tauchgang weiter fort. Da ich ein 32 Nitrox in meinen Flaschen hatte, wollte ich nicht zu lange an der Stelle bleiben, machte also das Reel an der Leine fest ohne es abzuschneiden und tauchte zurück in Richtung Ausgang. Nach 38 Minuten bei einer Durchschnittstiefe von 15,6 Meter beendete ich meinen Tauchgang. Die beiden andern kamen nach 66 Minuten retour. Wassertemperatur beträgt 6,3°C. Draußen war es bereits Nacht, wir ließen Jürgens Material mit der Bahn runter und stiegen ab zum Seeufer, wo unser Nachtlager war. Unten angekommen gab's noch Gegrilltes und Bier.

Am nächsten morgen fuhren wir mit dem Boot rüber nach Traunkirchen zum Frühstücken.
Um 10.00 Uhr machten wir uns auf den Weg hoch zur Höhle. Ziel war heute die Vermessung der neu verlegten Leine. Ich nahm die Daten auf, Stephan leuchtete mir und Günter sammelte die leeren Reels ein. Am Anfang begann der Tauchgang wie geplant und wir kamen schnell bis in 40 Meter Tiefe, wo das Reel an der Leine hing. Ich begann die Daten aufzunehmen und schwamm von einem Befestigungspunkt zum anderen. Auf einmal spürte ich, wie sich meine rechte Flosse vom Fuß löste und in den Schlamm fiel. Ich leuchtete auf meinen Fuß und zeigte das Stephan, er begann sofort hinterher zu schwimmen, leider vergebens. Nun musste ich die Vermessung abbrechen und machte mich auf den Weg Richtung Ausgang. Bedingt durch meinen nur 50 %-igen Schub wurde die Sicht sehr stark eingetrübt, was für die beiden hinter mir nicht so lustig war. Nach 31 Minuten tauchte ich im Rötelsee auf mit einer Durchschnittstiefe von 19,8 Meter. Stephan kam 10 Minuten später und Günter musste umdrehen und auch bei null Sicht von -20 Meter retour bis -40 Meter bis er dann nach 60 Minuten auftauchte. Zum Glück ist die Leine perfekt verlegt und wir gut trainiert, sodass wir wissen, was in so einem Fall zu tun ist ohne panisch zu werden. Sehr schnell könnte so eine Situation schlimm enden.

Jetzt muss ich wohl oder übel erst mal meine Flosse besorgen und den Gang fertig vermessen, bevor ich an einer anderen Stelle mit der Suche nach Neuland weitermache.

Trotz allem war es ein sehr anstrengendes, aber super Wochenende!!

Danke an alle Beteiligten!

Gut Luft und glück Tief
Gerhard